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Sanitärtechnik: Ausschreibung

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Ausschreibung für das Los „Sanitärtechnik“ innerhalb eines TTS-Vertrags (Total Technical Service Transparenz beziehen.)

Ausschreibung für das Los „Sanitärtechnik“ innerhalb eines TTS-Vertrags (Total Technical Service Transparenz beziehen.)

Die Ausschreibung für das Los „Sanitärtechnik“ im TTS-Vertrag integriert speziell die Punkte Synergien mit Energie-/Wassermanagement (Wasserverbrauchsdashboard, Warmwasseroptimierung), BMS-Integration (Druck-/Temperatursensorik, Remote Monitoring), Personalweiterbildung (Trinkwasserverordnung, SHK-Fachkompetenz, Schulungen), Brandschutz (Hydranten/Löschwasser), ESG-Strategien (Grauwasser, Wassersparen, Chemiereduktion, faire Löhne), Organisation (digitales Service Desk, Prozessmanagement, DIN 13306/13460 Instandhaltungsstruktur), Abrechnungsmodelle (Open-Book, Pauschale, Sonderleistungen), Sonderleistungen (Industriehallen, Großgeräte, Schachtarbeit) und Stakeholder, Mitbestimmung und Transparenz (Betriebsrat-Einbindung, KPI-Reporting, Lenkungskreis).

Damit entsteht ein ganzheitlicher, normkonformer und zukunftsorientierter Ansatz, der den Betrieb der Sanitäranlagen sichert, Energie- und Wassereffizienz steigert, Rechtskonformität und Hygiene gewährleistet, sowie Transparenz, Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit im Sinne eines umfassenden TTS-Konzepts fördert.

Ziel der Abwasserbehandlung

Zielsetzung

In einem Total Technical Service-Vertrag (TTS) lassen sich diverse technische Leistungen bündeln. Das Los „Sanitärtechnik“ umfasst den Betrieb, die Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Optimierung sämtlicher sanitärtechnischer Anlagen, einschließlich Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, Grauwassernutzung, Hydranten/Brandschutz, Warmwassererzeugung und Spezialinstallationen im Industriebereich. Ziel ist ein sicherer, effizienter und nachhaltiger Sanitärbetrieb mit klar definierten SLA und KPI, reibungslosem Service-Desk-Prozess und Transparenz für alle Stakeholder.

Anlagen und Systeme

  • Trinkwasserversorgung: Hauptzuleitungen, Filter- und Enthärtungsanlagen (falls vorhanden), Druckerhöhungsanlagen, Armaturen und Ventile, Hygieneaspekte (z. B. regelmäßige Legionellenkontrollen, Spülprogramme, Warmwasser ≥ 60 °C).

  • Grauwassernutzung: Separates Rohrnetz, Speichertanks, Pumpen, Filter. Regelmäßige Wartung (Kontrolle Filter, Hygienestatus), Minimierung mikrobiologischer Risiken.

  • Trinkwassererwärmung: Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer, Zirkulationspumpen, Dämmung Leitungen, Thermische Desinfektion zur Legionellenprävention, Effizienzoptimierungen (Zeitsteuerung Zirkulation, reduzierter Energieverbrauch).

  • Hydranten und Brandschutz: Innen- / Außenhydranten, Löschwasserleitungen, Ventile, Schlauchanschlüsse. Ggf. Integration in Brandschutzkonzept (Feuerwehrzufahrten, Druckprüfungen, Funktionschecks).

  • Entwässerung: Schmutz- und Regenwasserleitungen, Bodenabläufe, Rückstauklappen, Hebeanlagen (Pumpensümpfe). Prüfung auf Dichtheit, Kamera-Inspektionen, Vermeidung Verstopfungen oder Geruchsbildung.

  • Sanitäre Einrichtungen: WC, Urinale (ggf. wasserlos?), Waschtische, Duschanlagen, Laborspülen, Sensor-Armaturen, Berührungslose Systeme.

  • Industrielle Sanitärtechnik (falls vorhanden): Ggf. Hallen mit Großgeräten, Prozessabwasser, Sonderabtrenner (Ölabscheider?), spezielle Sicherheitsanforderungen.

Instandhaltungsleistungen (DIN 13306 / DIN 13460)

  • Wartung (W): Vorbeugende Maßnahmen, regelmäßige Kontrollen (Ventile, Dichtungen), Filterwechsel, Reinigungen, Spülungen, Schmiervorgänge, Intervalle abhängig von Anlageart (z. B. vierteljährliche Filterkontrolle, jährliche Enthärtungswartung).

  • Inspektion (I): Systematische Zustands- / Funktionsprüfung (z. B. Legionellen-Probenahme, Druckmessungen, Kamerabefahrung Entwässerung), Dokumentation etwaiger Mängel, Prognose Restlebensdauer.

  • Instandsetzung (R): Reparaturen bei Ausfällen / Leckagen / Funktionsstörungen. Je nach TTS-Vertrag: Freigabe bei übersteigenden Kosten?

  • Verbesserung (B): Umbauten / Modernisierung (z. B. Umstellung auf wassersparende Armaturen, neue Pumpen, Umbau Grauwassersystem), Ggf. eigenständiges Budget oder einzelbeauftragt.

Synergie mit Energie- / Wassermanagement

  • Warmwassererzeugung als Teil des Energiemanagements → Minimierung Verluste, bedarfsgerechte Zirkulation,

  • Wasserverbrauchs-Dashboard: Identifikation Leckagen, Analyse Lastprofile, Umsetzung Einsparmaßnahmen.

Integration ins BMS

  • (Gebäudeleittechnik) für Pumpen, Ventile, Temperatur, Durchfluss, remote Monitor-Alarme bei Störung,

  • TTS-Dienstleister kann so vorausschauend Wartung und Störungsbeseitigung planen.

Digitales Service Desk

  • TTS-Software / Portal: Alle Störmeldungen, Wartungsaufträge, Inspektionspläne. Auftraggeber hat Einblick → Transparenz, KPI-Tracking in Echtzeit.

Fachpersonal

  • SHK-Meister / Techniker, Legionellen-Fachkunde, Kenntnisse VDI 3810 (Betreiberpflichten Trinkwasser).

  • Erfahrung in industriellen Abwassersystemen, evtl. ATEX-Bereichen?

Regelmäßige Schulungen

  • Updates der Trinkwasserverordnung, DVGW-Richtlinien, Grauwassernutzung, Pumpentechnik,

  • Im TTS-Vertrag verankern, dass Personal up-to-date bleibt.

Nutzer-Schulungen

  • Ggf. Einweisung in Grauwasser-Anlagen für interne Verantwortliche, Minimierung Fehlbedienungen.

Hydrantenwartung

  • Check von Armaturen, Ventilen, Schlauchanschlüssen (Innen- / Außenhydranten), Druckproben, Entlüftung, Schmiervorgänge,

  • DVGW / VdS-Richtlinien, z. B. jährliche Prüfung.

Schnittstelle Brandmeldeanlage

  • Ggf. Meldungen von Pumpendruck an BMA?

  • Dokumentation in Brandschutzkonzept, Abstimmung mit lokalem Brandschutzbeauftragten.

Verzahnung mit Sanitär

  • Löschwasserleitungen teils an Trinkwassernetz angeschlossen oder separat? TTS klärt Abgrenzung, Minimierung Verkeimungsrisiko.

Wasserspar-Armaturen

  • Sensorik, Druckreduzierung, Minimierung Durchfluss ohne Komforteinbußen.

  • Ziel: Reduktion Trinkwasserverbrauch um x %?

Grauwasser

  • Intensive Pflege Filter, Pumpen, Tanks, Dokumentation Hygieneparameter.

  • Minimiert Frischwasserbedarf → ESG-Beitrag.

Chemieeinsparung

  • Verzicht auf aggressive Desinfektions-/Reinigungsmittel, nur nachgewiesene abbaubare Stoffe.

  • Minimiert Abwasserbelastung, steigert Arbeitssicherheit.

Tariflohn, Soziale Verantwortung

  • Faire Löhne, Anti-Diskriminierung, Schulungsmöglichkeiten.

Prozessabläufe

  • Wartungsplanerstellung: z. B. Pumpen 1×/Monat visuelle Kontrolle, 1×/Quartal Funktionstest, 1×/Jahr Intensivinspektion,

  • Inspektions- und Störungsabläufe definiert in TTS-Software.

Dokumentation

  • DIN 13306/13460 konforme Erfassung: W (Wartung), I (Inspektion), R (Instandsetzung), B (Verbesserung).

  • Hinterlegung aller Berichte, Probenahmeergebnisse, Druckprüfungen etc. im TTS-System.

Mitbestimmung

  • Betriebsrat / Personalvertretung: Abstimmung Reparatureinsätze in produktions- oder bürorelevanten Bereichen, Minimierung Ausfallzeiten, definierte Sicherheitskonzepte.

Monatspauschale

  • Beinhaltet reguläre Wartungen, turnusmäßige Inspektionen.

  • Instandsetzung ggf. bis x Euro pro Einzelmaßnahme inclusive, darüber Freigabe.

Open-Book

  • TTS-Dienstleister legt Personalkosten, Material- und Overheads transparent offen → Auftraggeber sieht Kalkulation,

  • Partnerschaftliche Optimierungspotenziale.

Sonderleistungen

  • Umbauten, Legionellen-Schockdesinfektion, Umbau Warmwassersystem, Notdienste am Wochenende, separate Einheitspreise oder Stundensätze.

Industrielle Sanitärtechnik

  • Abwasser in Produktionshallen (Fettabscheider? Ölabscheider?), Einhaltung betrieblicher EHS-Regeln, Ggf. Explosionsschutz in Kanälen?

  • Lockout/Tagout Verfahren: TTS-Fachkräfte betreten nur nach Freischaltung von Maschinen.

Großgeräte

  • Manchmal Kühl- oder Spülanlagen in Hallen, Sanitärversorgungen für Maschinen, CIP-Systeme? TTS muss Know-how aufweisen.

  • Enge Abstimmung Produktionsleiter, Minimierung Produktionsausfall.

Arbeitssicherheit

  • PSA, Absturzsicherung auf Podesten, Ggf. Gaswarngeräte bei Schächten.

  • Dokumentation in Gefährdungsbeurteilung.

Stakeholder

  • FM-Management, EHS, Betriebsrat, Produktionsleitung, ggf. Architekten / TGA-Planer bei Umbauten,

  • TTS-Dienstleister sollte regelmäßige Lenkungskreis-Meetings organisieren, KPI diskutieren.

Mitbestimmung

  • Abstimmung Instandhaltungszeiten (keine Trinkwassersperrung ohne Vorankündigung?),

  • Info an Nutzer: Hygienespülung ab 20 Uhr? Minimierung Störungen.

Transparenz

  • KPI-Reporting: Ausfälle, Reaktionszeiten, Legionellenbefunde, Energie-/Wasserverbräuche,

  • Freier Einblick in TTS-Service Desk Tickets, Mängelstatus, Wartungsplanung.

SLA

  • Reaktionszeit Störfälle: z. B. max. 2 h, Behebungszeit kritischer Ausfall (Hauptrohrbruch) max. 24 h,

  • Wartungsintervalle 100 % eingehalten, Legionellen-Kontrolle pünktlich, Probenmanagement.

KPI

  • Trinkwasserunterbrechungen (Stunden/Jahr), Ausfallquote Pumpen, Legionellen-Keimzahl (0 KBE/100 ml Ziel?),

  • Beschwerdemeldungen Sanitär (defekte WC-Spülung?), Reaktions- und Lösungszeit.

Service Desk

  • Digitales Portal, 24/7 Hotline, Eskalationsstufen, Dokumentation aller Vorgänge (W, I, R, B).

  • Periodische Auswertung in Lenkungskreis.

Strategie

  • Los „Sanitärtechnik“ als Teil des TTS-Vertrags, Zusammenfassung oder separate Vergabe?

  • Bietende müssen Sanitär-Fachkompetenz, Instandhaltungserfahrung (DIN 13306/13460), BMS-Integration, EHS-Know-how belegen.

Bewertungskriterien

  • Preis (Wartungspauschale, Instandsetzungsraten, Materialaufschlag, Notdienst?),

  • Qualität: Referenzen, Teamqualifikation, Digitales Tool, Synergie- und ESG-Konzepte,

  • Service: SLA, KPI, Remote Monitoring, Beschwerdemanagement,

  • Nachhaltigkeit: Wassersparmaßnahmen, Minimierung Chemie, faire Löhne.

Angebotsprüfung

  • Formale Check, Eignung, Bietergespräche, evtl. Fallstudie (z. B. Legionellen-Überschreitung, wie reagiert TTS?),

  • Zuschlag nach Punktegewichtung (Preis, Technik, Service, ESG).

Implementierung

  • Übergabe Bestandsdaten (Rohrpläne, Pumpenlisten, Trinkwasseranalysen?), TTS importiert in eigenes Softwaretool,

  • Kick-off: Wartungs- und Inspektionspläne abgestimmt, Personal- und Sicherheitsunterweisungen (EHS).

Regelbetrieb

  • Wartungsintervalle gem. Plan (Filter, Ventile, Pumpen, Legionellenprüfung?),

  • Störungsdienst reagiert 24/7, Meldung an Service Desk. Dokumentation im TTS-Portal.

Qualitätskontrolle und Weiterentwicklung

  • KPI-/SLA-Reporting quartalsweise: Erreichung Ausfallquote < X, Reaktionszeit etc.

  • Identifikation von Umbau- oder Verbesserungsbedarf (Enthärtung-Upgrade, neue Armaturen?).

  • Evtl. Bonus/Malus bei Energie-/Wassereinsparzielen oder SLA-Verstoß.