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Sanitärtechnik: Verbände

Facility Management: Sanitärtechnik » Trinkwasser » Glossar » Verbände

Verbände der Sanitär‑ und Trinkwasserbranche mit Netzwerken und Kooperationen

Die Rolle von Verbänden für Sanitärtechnik im FM

In Deutschland ist Sanitärtechnik ein wesentlicher Bestandteil der Technischen Gebäudeausrüstung. So sind z.B. die Technischen Regeln für Trinkwasser-Installationen (DIN 1988) und für Entwässerungsanlagen (DIN 1986) wichtige Basisnormen. Facility Manager müssen die zuverlässige Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ihrer Gebäude sicherstellen und greifen dafür auf aktuelles Fachwissen aus Verbänden zurück. Verbände wie der DVGW sorgen für eine sichere und hygienische Wasserversorgung, während Branchenorganisationen wie die VDS die Interessen von Sanitärherstellern und -händlern bündeln. Fachverbände liefern die technischen Regelwerke, Schulungsangebote und Netzwerke, die für Qualität und Nachhaltigkeit der Sanitärtechnik im FM unerlässlich sind.

Sanitärtechnik: Wichtige Verbände im Überblick

Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Standesorganisation, Wirtschaftsverband und Interessenvertretung der SHK-Handwerksbetriebe in Deutschland. Er vereint die Installateur-, Klempner- und Heizungsfachbetriebe des Sanitärbereichs und setzt sich für deren wirtschaftlichen Erfolg ein. Der ZVSHK erarbeitet die technischen Regelwerke (z.B. Installationsnormen nach TRWI) und entwickelt Prüf- und Schulungsprogramme für Auszubildende und Fachkräfte. Außerdem positioniert er sich öffentlich für energieeffiziente und nachhaltige Haustechniklösungen. Zu seinen Leistungen gehören Fortbildungsveranstaltungen, Beratungsangebote und die Pflege eines branchenspezifischen Netzwerks.

  • Relevanz: Dachverband des SHK-Handwerks (inkl. Sanitärinstallation)

Unterstützung:

  • Entwicklung und Aktualisierung technischer Regelwerke für Sanitärinstallationen

  • Organisation von Aus- und Weiterbildungen für Sanitärfachbetriebe

  • Interessenvertretung der Sanitärbranche (Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit)

Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) ist der Dachverband der deutschen Bad- und Sanitärindustrie. Sie repräsentiert Hersteller, Großhandel und Handwerk und koordiniert deren gemeinsame Interessen im Markt. Ein Schwerpunkt der VDS liegt auf Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (z.B. Kampagnen für das Bad als Wohnraum) sowie auf Marktforschung und Ausbildung im Sanitärbereich. Beispielsweise bietet die VDS mit der „Bad-Akademie“ eine umfassende Weiterbildung zum zertifizierten Bad-Manager an. Zudem initiiert die VDS Aktionen wie den „Tag des Bades“ zur Stärkung der Branche. Durch diese Aktivitäten unterstützt sie FM-Abteilungen mit Branchendaten, Planungsleitfäden und Schulungsmaterial zur Sanitärtechnik.

  • Relevanz: Branchen-Dachverband der Sanitär- und Badindustrie

Unterstützung:

  • Bereitstellung von Marktstatistiken und Branchenstudien zur Sanitärbranche

  • Fort- und Weiterbildung (z.B. VDS-Bad-Akademie für Badplaner)

  • Branchenkampagnen und PR (Tag des Bades, Aktion „Barrierefreies Bad“)

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA)

Die DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) ist eine politisch und wirtschaftlich unabhängige Vereinigung von Experten für nachhaltige Wasser- und Abwassertechnik. Sie bündelt Wissen für eine umweltgerechte Entwässerungsplanung. Die DWA gibt Fachregelwerke heraus (DWA-Regelwerk) und stellt vielfältige Arbeitshilfen für die Planung von Abwassersystemen bereit. Außerdem organisiert sie Fachkonferenzen (z.B. die „WasserTage“) für den Austausch unter Experten. FM-Abteilungen erhalten von der DWA praxisnahe Empfehlungen für Regenwassermanagement, Hochwasserschutz und effiziente Abwasserbehandlung.

  • Relevanz: Expertennetzwerk für Abwasser- und Entwässerungstechnik

Unterstützung:

  • Veröffentlichung von Normen und Leitfäden zu Kanal- und Abwassersystemen (DWA-Regelwerk)

  • Fachliche Weiterbildung und Zertifizierung (z.B. durch die Deutsche Wasserakademie)

  • Branchenforum und Veranstaltungen (z.B. DWA-WasserTage)

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist einer der führenden Wirtschaftsverbände für Energie- und Wasserversorger in Deutschland. Er vertritt über 2.000 Energie- und Wasserunternehmen und bündelt ihre Interessen gegenüber Politik und Gesellschaft. Der BDEW stellt Daten, Grafiken und Analysen zu Strom, Gas und Trinkwasser bereit (z.B. Preis- und Verbrauchsstudien). Zudem bietet er Bildungsmaterialien (z.B. Unterrichtsmaterial zu Energie-/Wasser-Themen) und Webinare für die Praxis an und organisiert Fachkongresse (wie den BDEW-Kongress). Über Positionspapiere und Stellungnahmen nimmt der BDEW Einfluss auf gesetzliche Rahmenbedingungen im Wasserbereich (z.B. Forderungen zum Trinkwasserschutz).

  • Relevanz: Interessenvertretung der deutschen Wasser- und Energieversorger

Unterstützung:

  • Erstellung von Marktanalysen und Visualisierungen zu Wasser-/Energiethemen

  • Bereitstellung von Bildungsmaterialien und Schulungsangeboten (Bildungsprogramm)

  • Fachveranstaltungen und Kongresse für Versorgungsunternehmen

Deutscher Großhandelsverband Haustechnik (DG Haustechnik)

Der Deutsche Großhandelsverband Haustechnik e.V. (DG Haustechnik) ist die Standesvertretung der Fachgroßhändler für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Er vertritt die wirtschaftlichen Interessen des Haustechnik-Großhandels und fördert den Erfahrungsaustausch. Der Verband veröffentlicht Marktdaten (z.B. Umsatzzahlen im SHK-Großhandel) und unterstützt Mitglieder beim digitalen Datenaustausch (Projekt „Open Datacheck“). Außerdem organisiert er den Branchenwettbewerb „Azubi des Jahres“ zur Nachwuchsförderung. FM-Abteilungen erhalten über den DG Haustechnik Zugang zu Marktinformationen, Fachliteratur und branchenspezifischen IT-Standards.

  • Relevanz: Fachverband des Sanitär- und Haustechnik-Großhandels

Unterstützung:

  • Veröffentlichung von Markt- und Umsatzstatistiken für Sanitärprodukte

  • Förderung des Fachkräftenachwuchses (Wettbewerb „Azubi des Jahres“)

  • Entwicklung von IT-Standards für den Handel (Open Datacheck für Geschäftsdaten)

Fachverband Armaturen im VDMA

Der Fachverband Armaturen (VDMA) vertritt Hersteller von Armaturen für Sanitär-, Heizungs- und Gebäudetechnik. Trinkwasserqualität, Energieeffizienz und Ressourcenschutz sind zentrale Themen der Branche. Im Verband tauschen sich Unternehmen aus und beraten gemeinsam über Produktinnovationen und Anforderungen. Ein spezieller Arbeitskreis „Hygiene Innenarmaturen“ widmet sich der Vermeidung von Keimbelastung an Wasserhähnen. Damit sorgt der Verband dafür, dass Absperr- und Regelarmaturen im FM den technischen und hygienischen Standards entsprechen.

  • Relevanz: Herstellerverband für Gebäude- und Sanitärarmaturen

Unterstützung:

  • Erfahrungsaustausch und Beratung zu Armaturentechnik und Qualitätsstandards

  • Arbeitskreis Trinkwasserhygiene (Vermeidung von Keimkontamination an Armaturen)

  • Vertretung der Armaturenindustrie gegenüber Normungsinstitutionen und Behörden

VDMA Arbeitsgemeinschaft Sanitärtechnik und -design

Der Industrieverband VDMA Sanitärtechnik und -design ist ein Zusammenschluss von etwa 150 Herstellern der Sanitärindustrie. Er setzt sich für nachhaltige und energieeffiziente Sanitärinstallationen als Beitrag zum Klimaschutz ein. Die Arbeitsgemeinschaft bündelt branchenspezifisches Know-how und vertritt die Sanitärbranche als starke Stimme. Ihr Leistungsspektrum umfasst Markt- und Konjunkturberichte, Forschungsprojekte und Benchmark-Studien. Für FM-Fachleute relevant sind die praxisnahen Weiterbildungsangebote (VDMA-Seminare, Newsletter) sowie die Mitarbeit an technischen Regelwerken und Standards der Sanitärtechnik.

  • Relevanz: Industrieallianz der deutschen Sanitärbranche (VDMA)

Unterstützung:

  • Branchenweites Netzwerk für nachhaltige Sanitärlösungen

  • Fortbildung und Information (VDMA-Seminare, Newsletter)

  • Mitarbeit an Normung und Standardisierung für Sanitärinstallationen

Fachverband Sanitär-Keramische Industrie (FSKI)

Der Fachverband Sanitär-Keramische Industrie e.V. (FSKI) vertritt die Interessen der deutschen Sanitärkeramik-Hersteller (WC, Waschtische, Urinale). Er wahrt die sozial- und wirtschaftspolitischen Belange seiner tarifgebundenen Mitglieder. Dabei bringt sich der FSKI in Normungs- und Regelungsfragen ein (z.B. auf EU-Ebene und in der DIN). Er ist Mitglied der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft und weiterer Gremien. FM-Abteilungen profitieren von FSKI-gestützten Initiativen zur Wassersparsamkeit, zum Beispiel dem „Unified Water Label“ für wasserarme Keramikarmaturen.

  • Relevanz: Interessenvertretung der Sanitärkeramikhersteller (sozial- und wirtschaftspolitisch)

Unterstützung:

  • Mitwirkung in Normungs- und Regelungsprozessen (Mitglied bei DIN, VDS)

  • Förderung von Wasserspartechnologien (Mitglied der Unified Water Label Association)

  • Information zu Materialqualität und Produktion (Keramik-Leitfäden)

  • Mitwirkung in Normungs- und Regelungsprozessen (Mitglied bei DIN, VDS)

  • Förderung von Wasserspartechnologien (Mitglied der Unified Water Label Association)

  • Information zu Materialqualität und Produktion (Keramik-Leitfäden)

Kunststoffrohrverband e.V. (KRV)

Der Kunststoffrohrverband (KRV) ist der Branchenverband der Kunststoffrohr-Industrie, deren Produkte auch in Sanitär- und Abwasseranlagen eingesetzt werden. Er bündelt das Wissen der Rohrhersteller und engagiert sich für Themen wie nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft. Seine Fachgremien entwickeln praxisgerechte Leitfäden und Normen für Rohrinstallationen. Der KRV fördert außerdem die Schulung von Fachpersonal und stellt Publikationen zu innovativen Rohrsystemen bereit. Damit hilft er FM-Abteilungen bei der Planung und dem Betrieb sicherer, ressourcenschonender Rohrnetze.

  • Relevanz: Fachverband der Kunststoffrohr-Industrie (leistungsfähige Rohrsysteme)

Unterstützung:

  • Förderung nachhaltiger Infrastrukturen (Wasser-/Rohrkreislaufwirtschaft)

  • Entwicklung technischer Leitfäden und Standards für Rohrleitungssysteme

  • Wissenstransfer durch Fachpublikationen und Seminare zur Rohrtechnik