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Rohrunterbrecher mit permanenter Verbindung zur Atmosphäre (Typ DC)

Facility Management: Sanitärtechnik » Betrieb » Dokumente » Rohrunterbrecher mit permanenter Verbindung zur Atmosphäre (Typ DC)

Rohrunterbrecher Typ DC mit permanenter Verbindung zur Atmosphäre zur Sicherung der Trinkwasserinstallation

Rohrunterbrecher mit permanenter Verbindung zur Atmosphäre (Typ DC)

Diese Dokumentationsübersicht definiert alle erforderlichen bauordnungsrechtlichen, produktbezogenen und leistungsbezogenen Nachweisdokumente für Rohrunterbrecher mit permanenter atmosphärischer Verbindung (Typ DC) als Bauprodukte in Trinkwasserinstallationen aller Gebäudearten. Rohrunterbrecher des Typs DC sind sicherheitsrelevante Sicherungsarmaturen zur dauerhaften Trennung des Trinkwassernetzes von potenziell kontaminierten Verbraucherleitungen. Die nachfolgend beschriebenen Dokumente stellen sicher, dass sowohl europäische Bauproduktenkonformität, bauordnungsrechtliche Verwendbarkeit, VOB-konforme Ausführung als auch ein auditfähiger und betriebssicherer Betrieb im Facility Management über den gesamten Lebenszyklus gewährleistet sind.

Rohrunterbrecher mit permanenter Verbindung zur Atmosphäre (Typ DC)

Bescheinigung der Leistungsbeständigkeit

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Bescheinigung der Leistungsbeständigkeit

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der gleichbleibenden Leistungsfähigkeit des Rohrunterbrechers als Bauprodukt

Rechtsgrundlagen / Normen

Verordnung (EU) 305/2011, Verordnung (EU) 2024/3110

Zentrale Inhalte

Produktidentifikation
System der Leistungsbeständigkeit (AVCP)
Umfang der Erst- und Fremdüberwachung
Zertifikatsnummer

Verantwortliche

Produktzertifizierungsstelle

Praxisrelevanz

Voraussetzung für CE-Kennzeichnung und rechtmäßigen Marktzugang

Erläuterung

Unter der EU-Bauprodukteverordnung sind für sicherheitsrelevante Bauprodukte wie einen Rohrunterbrecher Typ DC bestimmte Systeme zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit (AVCP) festgelegt. In der Regel kommt hier System 1 zur Anwendung: Der Hersteller führt eine umfassende werkseigene Produktionskontrolle und zusätzliche Produktprüfungen durch, während eine notifizierte Produktzertifizierungsstelle die Produktleistung unabhängig bewertet. Diese Stelle nimmt eine Erstinspektion des Herstellwerks vor und überwacht laufend die Fertigungsqualität. Nur wenn der Rohrunterbrecher die erklärten Leistungsmerkmale dauerhaft einhält, wird die Bescheinigung der Leistungsbeständigkeit ausgestellt. Dieses Zertifikat ist die formale Grundlage für die CE-Kennzeichnung und damit die Zulassung des Produkts auf dem EU-Markt. In der Praxis wird die Bescheinigung bei Bauabnahmen und Betreiber-Audits als zentraler Konformitätsnachweis verlangt, da sie die gleichbleibende Qualität und Sicherheit des Produkts dokumentiert.

Europäische Technische Bewertung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Europäische Technische Bewertung

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung von Bauprodukten ohne harmonisierte europäische Norm

Rechtsgrundlagen / Normen

Verordnung (EU) 305/2011

Zentrale Inhalte

Bewertungsgegenstand
Wesentliche Merkmale
Leistungswerte und Anwendungsgrenzen

Verantwortliche

Technische Bewertungsstelle

Praxisrelevanz

Grundlage für Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung

Erläuterung

Die Europäische Technische Bewertung (ETA) ermöglicht für einen Rohrunterbrecher Typ DC einen offiziellen Leistungsnachweis auf europäischer Ebene, falls keine harmonisierte Norm für dieses Produkt existiert. Ein Hersteller beantragt die ETA bei einer autorisierten Technischen Bewertungsstelle – in Deutschland z. B. dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). In der ETA werden die wesentlichen Leistungsmerkmale des spezifischen Rohrunterbrechers bewertet und detailliert dokumentiert, einschließlich aller relevanten Leistungswerte, Einsatzgrenzen und besonderen Einbaubedingungen. Dieses Dokument ist maßgeschneidert für das Produkt und kann Merkmale abdecken, die in Normen nicht geregelt sind. Die ETA dient anschließend als Grundlage für die Erstellung der Leistungserklärung und berechtigt den Hersteller, das Produkt mit CE-Kennzeichnung in der EU in Verkehr zu bringen. Eine ETA ist in der Regel zeitlich unbegrenzt gültig; der Hersteller sollte sie jedoch aktualisieren lassen, sobald sich der Stand der Technik oder die Produktausführung wesentlich ändern, um weiterhin volle Konformität zu gewährleisten.

Europäisches Bewertungsdokument (EAD)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Europäisches Bewertungsdokument

Zweck & Geltungsbereich

Festlegung der technischen Bewertungs- und Prüfmethodik

Rechtsgrundlagen / Normen

Verordnung (EU) 305/2011, Verordnung (EU) 2024/3110

Zentrale Inhalte

Prüfverfahren
Leistungsparameter
Bewertungslogik

Verantwortliche

Europäische Bewertungsorganisation

Praxisrelevanz

Technische Referenz für Prüfinstitute und Sachverständige

Erläuterung

Ein Europäisches Bewertungsdokument (EAD) wird erarbeitet, wenn ein Hersteller – beispielsweise für einen Rohrunterbrecher Typ DC – eine ETA benötigt, aber keine harmonisierte Norm und kein vorhandenes Bewertungsdokument den Produktbereich abdecken. Das EAD legt einheitlich fest, wie das Produkt technisch zu bewerten und zu prüfen ist. Es enthält eine genaue Produktbeschreibung, listet alle wesentlichen Merkmale auf und definiert die anzuwendenden Prüfverfahren und Bewertungskriterien. Entwickelt wird das EAD von der europäischen Organisation der Technischen Bewertungsstellen (EOTA) in Abstimmung mit den nationalen Bewertungsinstituten. Sobald ein EAD für die Produktgattung vorliegt, dient es als verbindliche Grundlage für alle künftigen ETAs in diesem Bereich – Hersteller weiterer vergleichbarer Produkte können sich dann darauf beziehen. Für Prüfämter, Gutachter und Facility Manager stellt ein EAD sicher, dass die Leistungsbewertung nach einheitlichen europäischen Maßstäben erfolgt. Damit trägt es mittelbar zur bauaufsichtlichen Akzeptanz und zur Vergleichbarkeit von Prüfresultaten in allen EU-Mitgliedstaaten bei.

Produktspezifische technische Dokumentation

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Technische Produktdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige technische Beschreibung des Bauprodukts

Rechtsgrundlagen / Normen

Verordnung (EU) 305/2011

Zentrale Inhalte

Konstruktions- und Funktionsbeschreibung
Werkstoffe und Bauteile
Einsatz- und Einbaubedingungen

Verantwortliche

Hersteller

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb, Wartung, Austausch und Gefährdungsbeurteilung

Erläuterung

Die technische Dokumentation des Rohrunterbrechers Typ DC umfasst sämtliche Unterlagen, die dessen Konstruktion, Funktion und Anwendung exakt beschreiben. Gemäß der EU-Bauprodukteverordnung ist der Hersteller verpflichtet, solche Unterlagen zu erstellen und mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Dazu zählen unter anderem detaillierte Konstruktionszeichnungen, Material- und Bauteillisten, Beschreibungen der Funktionsweise, Montage- und Einbauanleitungen, Prüfberichte, Berechnungsnachweise sowie Angaben zur Qualitätssicherung (z. B. zur werkseigenen Produktionskontrolle) und zu den angewandten Normen oder EADs. Diese Dokumentation belegt, dass der Rohrunterbrecher die in der Leistungserklärung angegebenen Eigenschaften erfüllt, und muss auf Verlangen den Marktüberwachungsbehörden vorgelegt werden. Im Facility Management ist die produkttechnische Dokumentation von großer praktischer Bedeutung: Sie bildet die Grundlage für Wartungspläne, erleichtert die Fehlerdiagnose bei Störungen, unterstützt die Beschaffung passender Ersatzteile und fließt in die Gefährdungsbeurteilung sowie in Schulungsunterlagen für das Betriebspersonal ein. Damit stellt sie sicher, dass das technische Personal alle nötigen Informationen für einen sicheren und sachgerechten Betrieb der Armatur hat.

EG-/EU-Konformitätserklärung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Declaration of Conformity

Zweck & Geltungsbereich

Formale Erklärung der Übereinstimmung mit rechtlichen Anforderungen

Rechtsgrundlagen / Normen

DIN 18384 (VOB/C ATV)

Zentrale Inhalte

Herstellerangaben
Angewendete Richtlinien und Normen
Rechtsverbindliche Unterschrift

Verantwortliche

Hersteller

Praxisrelevanz

Vertrags- und haftungsrelevant bei Abnahme und Übergabe

Erläuterung

Die EG-/EU-Konformitätserklärung ist die formelle, rechtlich bindende Erklärung des Herstellers, dass der Rohrunterbrecher Typ DC allen einschlägigen gesetzlichen Vorgaben entspricht. Darin bestätigt der Hersteller, dass sein Produkt die Anforderungen der anwendbaren EU-Richtlinien bzw. Verordnungen (z. B. der Bauprodukteverordnung) sowie der nationalen Regelungen erfüllt. Die Konformitätserklärung enthält die klare Produktidentifikation (z. B. Typenbezeichnung, Chargennummer), die Auflistung der angewandten Richtlinien, Verordnungen und Normen und wird von einer verantwortlichen Person des Herstellers rechtsverbindlich unterschrieben. Dieses Dokument ist bei der Bauabnahme bzw. Anlagenübergabe ein zentraler Bestandteil der Unterlagen. Es untermauert vertraglich, dass das gelieferte Produkt regelkonform ist, und begründet im Schadens- oder Mangel Fall die Herstellerhaftung. Aus Sicht des Facility Managements ist die Konformitätserklärung wichtig, um gegenüber Auftraggebern, Planern oder Behörden nachweisen zu können, dass nur zugelassene und vorschriftsmäßige Komponenten in der Trinkwasserinstallation verbaut wurden.

Leistungserklärung (DoP)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Leistungserklärung

Zweck & Geltungsbereich

Transparente Darstellung der erklärten Bauproduktleistung

Rechtsgrundlagen / Normen

Verordnung (EU) 305/2011, Verordnung (EU) 2024/3110, DIN 18379–18386, DIN 18421

Zentrale Inhalte

Wesentliche Merkmale
Leistungsstufen
Vorgesehene Verwendung

Verantwortliche

Hersteller

Praxisrelevanz

Zentrales Referenzdokument für Ausschreibung, Abnahme und Betrieb

Erläuterung

Die Leistungserklärung (Declaration of Performance, DoP) ist das Schlüsseldokument, in dem der Hersteller die wesentlichen Eigenschaften des Rohrunterbrechers Typ DC und deren Leistungswerte offenlegt. Gemäß der EU-Bauprodukteverordnung muss eine DoP erstellt werden, wenn für das Produkt eine harmonisierte Norm gilt oder eine ETA ausgestellt wurde. In der Leistungserklärung werden der beabsichtigte Verwendungszweck, alle relevanten Leistungsmerkmale (z. B. maximaler Betriebsdruck, Durchflusskapazität, Temperaturbeständigkeit, Werkstoff- und Hygieneanforderungen) sowie die jeweilige Leistung oder Klassifizierung des Produkts aufgeführt. Für Merkmale, die nicht bestimmt wurden, kann der Hersteller “NPD” (“No Performance Determined”) angeben. Die DoP ist dem Kunden bzw. Betreiber entweder in Papierform oder elektronisch zugänglich zu machen und muss über mindestens zehn Jahre archiviert werden. In der Praxis dient die Leistungserklärung Planern und Einkäufern als Transparenzinstrument, etwa bei der Ausschreibung, um Produkte vergleichbar zu machen und geeignete Leistungsstufen auszuwählen. Bei der Bauabnahme und im laufenden Betrieb greift das Facility Management auf die DoP zurück, um die zugesagten Leistungen – z. B. hinsichtlich Hygiene, Effizienz oder Haltbarkeit – nachvollziehen und überprüfen zu können. Auch bei behördlichen Prüfungen oder internen Audits (z. B. Hygiene- oder Energieaudits) wird dieses Dokument häufig eingefordert, da es eine umfassende Bewertungsgrundlage für die Qualität des verbauten Produkts bietet.

Verwendbarkeitsnachweis im Einzelfall

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Einzelnachweis der Verwendbarkeit

Zweck & Geltungsbereich

Genehmigung bei Abweichung von geregelten Bauarten

Rechtsgrundlagen / Normen

HBauO

Zentrale Inhalte

Beschreibung der Einbausituation
Technische Begründung
Bauaufsichtliche Entscheidung

Verantwortliche

Hersteller, Bauaufsichtsbehörde

Praxisrelevanz

Rechtssicherheit bei Sonder- und Bestandslösungen

Erläuterung

Soll ein Rohrunterbrecher Typ DC in einer Weise eingesetzt werden, die von den allgemein anerkannten Regeln der Technik oder den üblichen Anwendungsbestimmungen abweicht, ist ein Verwendbarkeitsnachweis im Einzelfall erforderlich. Dabei handelt es sich um die sogenannte Zustimmung im Einzelfall (ZiE), eine behördliche Genehmigung, die für genau eine spezifische Bauausführung erteilt wird. Die Landesbauordnungen – etwa § 20 der Hamburgischen Bauordnung (HBauO) – verlangen eine solche Zustimmung immer dann, wenn weder eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) noch ein Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (AbP) für das Produkt vorliegen und eine Abweichung von technischen Baubestimmungen vorliegt. In der ZiE-Bescheinigung beschreibt der Antragsteller (Hersteller oder Planer) detailliert die konkrete Einbausituation und liefert eine technische Begründung, warum das Produkt trotzdem sicher und geeignet ist. Die Bauaufsichtsbehörde prüft diese Unterlagen – häufig inklusive Gutachten oder Prüfberichte – und trifft darauf basierend die bauaufsichtliche Entscheidung, gegebenenfalls verbunden mit Auflagen oder Bedingungen (z. B. besondere Qualitätskontrollen, Sachverständigenabnahmen, regelmäßige Inspektionen). Eine erteilte ZiE ist projektspezifisch und nicht auf andere Bauvorhaben übertragbar. Für das Facility Management einer Bestandsanlage bietet dieser Einzelnachweis jedoch den Vorteil, dass auch unübliche oder innovative Lösungen mit behördlichem Segen betrieben werden dürfen. Die ZiE-Bescheinigung wird in der Bauakte dokumentiert und gibt Betreibern die erforderliche Rechtssicherheit bei Sonderlösungen.

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Bauaufsichtliches Prüfzeugnis

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der bauordnungsrechtlichen Anforderungen

Rechtsgrundlagen / Normen

HBauO

Zentrale Inhalte

Prüfumfang
Prüfergebnisse
Anwendungsbereiche

Verantwortliche

Hersteller

Praxisrelevanz

Vereinfachter Genehmigungs- und Abnahmenachweis

Erläuterung

Das Allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (AbP) ist ein standardisierter Verwendbarkeitsnachweis für Bauprodukte oder Bauarten, die keiner normgeregelten Verwendung unterliegen, aber deren Eigenschaften durch anerkannte Prüfverfahren nachgewiesen werden können. Im Falle eines Rohrunterbrechers Typ DC kann ein AbP von einer akkreditierten Prüfstelle ausgestellt werden, wenn durch definierte Tests (z. B. nach DVGW- oder DIN-Prüfvorschriften) belegt ist, dass die Armatur die erforderlichen Sicherheits- und Leistungsanforderungen erfüllt. Ein AbP-Dokument enthält üblicherweise eine eindeutige Prüfzeugnisnummer, eine Zusammenfassung der durchgeführten Prüfungen und deren Ergebnisse sowie Angaben zu Anwendungsbereichen oder Einschränkungen (z. B. zugelassene Nennweiten, maximale Drücke, bestimmte Einbauweisen). Mit einem gültigen AbP darf der Rohrunterbrecher bundesweit in Gebäuden verbaut werden, ohne dass für jedes Bauvorhaben eine gesonderte behördliche Zustimmung eingeholt werden muss – das vereinfacht Planung und Genehmigung erheblich. Allerdings müssen die im Prüfzeugnis definierten Bedingungen strikt eingehalten werden; weicht die konkrete Verwendung wesentlich davon ab oder ist das AbP abgelaufen, wird stattdessen eine ZiE (siehe 2.1) erforderlich. In der Praxis verlangen Bauaufsichtsbehörden bei Abnahmen oft die Vorlage des AbP als Teil der Baudokumentation, da es den Nachweis der Tauglichkeit des Produkts im Bauwerk erbringt. Für das Facility Management bedeutet ein vorhandenes AbP, dass das Produkt unter definierten Bedingungen rechtssicher betrieben werden kann, und die zugehörige Dokumentation sollte im technischen Anlagenordner stets verfügbar sein.

Allgemeiner Verwendbarkeitsnachweis

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Allgemeiner Verwendbarkeitsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der norm- und vertragskonformen Einsetzbarkeit

Rechtsgrundlagen / Normen

DIN 18379–18381, DIN 18380, DIN 18421, HBauO

Zentrale Inhalte

Normbezug
Einsatzgrenzen
Einbaubedingungen

Verantwortliche

Hersteller

Praxisrelevanz

Regelmäßig bei Betreiber- und Systemaudits relevant

Erläuterung

Ein allgemeiner Verwendbarkeitsnachweis dokumentiert, dass der Rohrunterbrecher Typ DC im Regelfall ordnungsgemäß und normgerecht eingesetzt wird. Im Unterschied zu den spezifischen bauaufsichtlichen Nachweisen (wie AbP oder AbZ) beruht dieser Nachweis auf der Einhaltung der allgemein geltenden Vorschriften und anerkannten Regeln der Technik. Dazu zählt etwa, dass die Installation des Rohrunterbrechers gemäß den einschlägigen DIN-Normen und VOB/C-Regeln (z. B. DIN 18381 für Gas- und Wasserinstallationen, DIN EN 1717 für Trinkwasserhygiene) erfolgt ist und dass das Produkt eine gültige CE-Kennzeichnung bzw. nationale Prüfzeichen (z. B. ein DVGW-Prüfzeichen) besitzt. Der Hersteller oder Fachplaner stellt hierfür alle relevanten Unterlagen bereit – beispielsweise Montageanleitungen, Konformitäts- und Leistungsdokumente, Prüfzertifikate – aus denen hervorgeht, dass das Bauteil innerhalb seiner zugelassenen Einsatzgrenzen verwendet wurde (z. B. hinsichtlich Druck, Temperatur, Medium) und die Einbaubedingungen eingehalten wurden. Im Facility Management wird dieser gebündelte Nachweis vor allem im Rahmen von Betreiber-Audits oder technischen Systemaudits geprüft. Er gibt dem Betreiber die Sicherheit, dass keine unzulässigen oder nicht normgerechten Komponenten verbaut sind, und dient zugleich als Argumentationsgrundlage gegenüber Aufsichtsbehörden oder Versicherern. Somit trägt der allgemeine Verwendbarkeitsnachweis wesentlich dazu bei, Haftungsrisiken zu minimieren und den bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation zu dokumentieren.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Bauaufsichtliche Zulassung

Zweck & Geltungsbereich

Bundesweit gültige bauordnungsrechtliche Verwendbarkeit

Rechtsgrundlagen / Normen

HBauO, DIN 18384 (VOB/C ATV)

Zentrale Inhalte

Geltungsbereich
Einbau- und Verwendungsbedingungen

Verantwortliche

DIBt

Praxisrelevanz

Höchste Rechtssicherheit für Betreiber und Planer

Erläuterung

Die Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) ist ein hochoffizieller Verwendbarkeitsnachweis, der vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin erteilt wird. Sie bestätigt, dass ein Bauprodukt – wie etwa ein Rohrunterbrecher Typ DC – dauerhaft und bundesweit im Bauwesen verwendet werden darf, obwohl es nicht oder nicht vollständig durch harmonisierte Normen erfasst ist. In der AbZ-Urkunde sind der genaue Geltungsbereich definiert (z. B. für welche Flüssigkeitskategorie oder Einbausituation der Rohrunterbrecher zugelassen ist) sowie detaillierte Produktbeschreibungen und alle notwendigen Auflagen und Bedingungen für Einbau, Verwendung und Wartung festgelegt. Für Planer und Betreiber bietet eine AbZ die größtmögliche Rechtssicherheit, da das Produkt damit von höchster Stelle bauaufsichtlich abgesegnet ist. Die AbZ ist in der Regel mehrere Jahre gültig und kann verlängert werden; sie wird in der Bauakte verwahrt und muss bei Bedarf – etwa bei Bauabnahmen oder behördlichen Prüfungen – vorgelegt werden. Falls für ein Produkt keine AbZ (und auch kein AbP) vorliegt, greift gemäß Landesbauordnung die oben erwähnte ZiE im Einzelfall (siehe 2.1) als Ausweichmöglichkeit. Insgesamt bildet die AbZ für den Rohrunterbrecher Typ DC die rechtliche Grundlage für dessen Einsatz im Gebäude und untermauert die Planungssicherheit bei der Auswahl solcher Sicherungsarmaturen.