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Toiletten und Urinale

Facility Management: Sanitärtechnik » Betrieb » Dokumente » Toiletten und Urinale

Dokumente zu Toiletten und Urinalen im Sanitär‑Facility‑Management‑Betrieb

Toiletten und Urinale

Toiletten und Urinale sind essenzielle Bauprodukte für die hygienische und sichere Nutzung von Gebäuden. In der Facility-Management-Praxis unterliegen sie der europäischen Bauproduktenverordnung (EU) Nr. 305/2011 und der neuen EU-Verordnung 2024/3110 sowie ergänzenden nationalen Vorschriften wie der Hamburgischen Bauordnung (HBauO). Jede Toilette und jedes Urinal, das in einem Gebäude installiert wird, muss den Nachweis über Konformität, Leistungsbeständigkeit und Verwendbarkeit erbringen.

Effiziente Pflege und Kontrolle von Toilettenanlagen

Leistungsbeständigkeitszertifikat – Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Zertifikat der Leistungsbeständigkeit

Zweck und Umfang

Bescheinigt die dauerhafte Leistungsfähigkeit und Übereinstimmung von Toiletten und Urinalen mit den harmonisierten europäischen Normen gemäß Bauproduktenverordnung.

Relevante Vorschriften / Normen

Verordnung (EU) 2024/3110 (01.2_1592) • Verordnung (EU) 305/2011 (01.2_340)

Schlüsselelemente

Produktidentifikation und Anwendungsbereich
Wesentliche Merkmale (z. B. Wasserverbrauch, Tragfähigkeit, Oberflächenbeständigkeit)
Verfahren zur werkseigenen Produktionskontrolle (WPK)
Zertifizierungsstelle und Gültigkeitsdauer
Referenz auf harmonisierte technische Spezifikation

Verantwortlicher

Produktzertifizierungsstelle (akkreditierte Prüfstelle)

Praktische Hinweise

Wird benötigt, um CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung zu stützen. Im FM-Kontext ist dieses Dokument Bestandteil der technischen Bauproduktendokumentation und bei Behördenprüfungen vorzulegen.

Erläuterung

Das Leistungsbeständigkeitszertifikat bestätigt offiziell, dass das Bauprodukt Toiletten oder Urinale die deklarierte Leistungsfähigkeit dauerhaft einhält. Nach den EU-Verordnungen 305/2011 und 2024/3110 ist für jedes Bauprodukt mit Marktzugang ein anerkanntes Konformitätsverfahren durchzuführen, das von einer notifizierten Stelle begleitet wird. Auf diese Weise werden wesentliche Merkmale wie Spülwassermenge, mechanische Festigkeit, Dichtheit und Oberflächenbeständigkeit überprüft und durch kontinuierliche Qualitätssicherung sichergestellt.

Für FM-Verantwortliche liefert das Leistungsbeständigkeitszertifikat eine Grundlage für Produkthaftung und Beschaffung. Es ist Teil der technischen Produktdokumentation und wird bei Abnahmen und behördlichen Prüfungen vorgelegt. Fehlt dieses Zertifikat, darf das Produkt nicht mit CE-Kennzeichnung vermarktet oder installiert werden, da dadurch nicht nachgewiesen ist, dass alle bauaufsichtlichen Anforderungen erfüllt sind.

Technische Bewertung – Europäische Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Bewertung, Europäische technische Bauprodukte

Zweck und Umfang

Bewertet Produkteigenschaften, wenn keine harmonisierte europäische Norm existiert; Grundlage für technische Zulassung.

Relevante Vorschriften / Normen

Verordnung (EU) 305/2011 (01.2_340)

Schlüsselelemente

Produktbeschreibung Prüfergebnisse technischer Merkmale Verwendungsbedingungen im Bauwesen Bezug auf Bewertungsverfahren (ETA, ETAG)

Verantwortlicher

Bewertende technische Stelle (z. B. DIBt, EOTA-Mitglied)

Praktische Hinweise

Wird für Spezialprodukte oder Sonderanfertigungen erstellt, die nicht durch harmonisierte Normen abgedeckt sind. Im Gebäudebetrieb dient sie als Nachweis für technische Gleichwertigkeit.

Erläuterung

Eine technische Bewertung (European Technical Assessment, ETA) nach EU 305/2011 ist erforderlich, wenn Toiletten oder Sanitärsysteme spezifische Sonderformen aufweisen, die in bestehenden harmonisierten Normen nicht abgedeckt sind (z. B. barrierefreie Spezialausführungen oder spezielle Designmodelle). Diese Bewertung wird von einer benannten technischen Bewertungsstelle (z. B. dem Deutschen Institut für Bautechnik, DIBt) durchgeführt und enthält detaillierte Prüfberichte zu wesentlichen Produkteigenschaften, Verwendungsbedingungen und Prüfkriterien.

Die ETA liefert objektive Nachweise über Gebrauchstauglichkeit und Sicherheitsanforderungen für das konkrete Produkt. Im Facility Management wird sie in die Gebäudedokumentation integriert (zum Beispiel nach VDI 6026 Blatt 1), um jederzeit nachvollziehbar zu sein, welche Ausführung und welchen Leistungsumfang das Produkt aufweist. Damit unterstützt die technische Bewertung auch zukünftige Austausch- oder Ersatzbeschaffungen bei Renovierungs- oder Sanierungsmaßnahmen.

Bewertungsdokument – Europäische Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Bewertungsdokument, Europäische

Zweck und Umfang

Enthält die Bewertungsmethoden und Prüfgrundlagen, nach denen ein Bauprodukt gemäß EU-Recht beurteilt wird.

Relevante Vorschriften / Normen

Verordnung (EU) 2024/3110 (01.2_1592) • Verordnung (EU) 305/2011 (01.2_340)

Schlüsselelemente

Definition der Bewertungsparameter
Prüfmethoden und Laboranforderungen
Grenzwerte für wesentliche Eigenschaften
Gültigkeitsbereich für bestimmte Produktgruppen

Verantwortlicher

Europäische Bewertungsorganisation (z. B. EOTA, DIBt)

Praktische Hinweise

Dient als methodische Grundlage für Leistungsnachweise; für Facility Manager relevant bei Produktaudits und Beschaffungsentscheidungen.

Erläuterung

Das Bewertungsdokument (European Assessment Document, EAD) legt die Bewertungsmethoden und Prüfgrundlagen fest, nach denen ein nicht normgeregeltes Bauprodukt beurteilt wird. Es wird von einer europäischen Organisation technischer Bewertungsstellen (z. B. EOTA) oder nationalen Stellen wie dem DIBt erstellt. Das Dokument definiert, welche Prüfverfahren und Grenzwerte für die wesentlichen Merkmale einer Produktgruppe gelten.

Für Facility Manager ist das Bewertungsdokument wichtig, weil es die methodische Grundlage der technischen Bewertung (ETA) bildet. Es gewährleistet Nachvollziehbarkeit und Qualitätssicherung bei der Produktprüfung. Bei Audits oder Beschaffungsprüfungen kann man anhand des Bewertungsdokuments kontrollieren, ob die vom Hersteller angegebenen Leistungsdaten auf anerkannten Prüfverfahren beruhen.

Spezifische technische Dokumentation – Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Dokumentation, spezifische technische

Zweck und Umfang

Sammlung aller technischen Nachweise über Konstruktion, Materialien, Prüfungen und Sicherheitsmerkmale.

Relevante Vorschriften / Normen

Verordnung (EU) 305/2011 (01.2_340)

Schlüsselelemente

Werkstoffdatenblätter
Prüfberichte
Produktzeichnungen
Nachweise der Produktionskontrolle

Verantwortlicher

Hersteller oder beauftragtes Ingenieurbüro

Praktische Hinweise

Bestandteil der Produktdokumentation nach CE-Kennzeichnung; erforderlich bei baubehördlichen Nachprüfungen oder Instandsetzung.

Erläuterung

Die spezifische technische Dokumentation ist eine umfassende Sammlung aller technischen Unterlagen zu Toiletten und Urinalen. Sie enthält Konstruktions- und Werkstoffdatenblätter, Prüfprotokolle und -berichte, detaillierte Produktzeichnungen sowie Nachweise der werkseigenen Produktionskontrolle. Damit wird nachvollziehbar dokumentiert, welche Materialien verwendet wurden und wie das Produkt geprüft wurde.

Diese Dokumentation begleitet das Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus. Im Facility Management wird sie digital archiviert und mit Wartungs- und Inspektionsdaten verknüpft. Bei baubehördlichen Kontrollen oder Instandhaltungsmaßnahmen muss sie vorgelegt werden, um die Übereinstimmung mit den geltenden Sicherheits- und Qualitätsanforderungen nachzuweisen.

Konformitätserklärung (EG) – Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Konformitätserklärung (EG)

Zweck und Umfang

Bestätigt, dass das Produkt alle EU-rechtlichen und nationalen Anforderungen erfüllt.

Relevante Vorschriften / Normen

DIN 18384 (VOB/C ATV) (28.1_6439)

Schlüsselelemente

Herstellererklärung
Referenz auf harmonisierte Normen
CE-Kennzeichnung
Verantwortliche Person und Datum

Verantwortlicher

Hersteller / Inverkehrbringer

Praktische Hinweise

Muss jedem Produkt beiliegen; Voraussetzung für Inverkehrbringen und Montage im Gebäude.

Erläuterung

Die Konformitätserklärung (auch EG-Konformitätserklärung) ist eine formale Herstellererklärung, dass ein Toiletten- oder Urinalprodukt allen maßgeblichen EU- und nationalen Vorschriften entspricht. Sie enthält Angaben zum Hersteller, zum Produkt, zur verwendeten harmonisierten Norm sowie Datum und Unterschrift eines Verantwortlichen. Die CE-Kennzeichnung am Produkt verweist auf diese Erklärung.

In der Praxis ist die Konformitätserklärung Teil des CE-Kennzeichnungsprozesses. Jeder Lieferung muss sie beiliegen. Im Facility Management wird sie im Rahmen von Lieferantenfreigaben, Abnahmen und Audits überprüft. Nur mit der Konformitätserklärung darf das Produkt legal in Verkehr gebracht und in einem Gebäude montiert werden.

Leistungserklärung – Bauprodukte / Maschinen

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Leistungserklärung

Zweck und Umfang

Dient der Darstellung der wesentlichen Leistungseigenschaften eines Bauprodukts.

Relevante Vorschriften / Normen

Verordnung (EU) 305/2011 • Verordnung (EU) 2024/3110 • DIN 18379–18421 (VOB/C ATV) • DGUV-I 208-026

Schlüsselelemente

Produktbeschreibung
Leistungseigenschaften nach harmonisierten Normen
Prüfverfahren und Ergebnisse
Kennnummer der Notifizierten Stelle

Verantwortlicher

Hersteller

Praktische Hinweise

Wird bei jeder Lieferung übergeben. Im FM-Kontext wird sie zur Qualitätssicherung, Inbetriebnahmeprüfung und Dokumentation im CAFM-System archiviert.

Erläuterung

Die Leistungserklärung (Declaration of Performance, DoP) ist ein zentrales Dokument der Bauproduktenverordnung. Sie listet die wesentlichen Leistungsmerkmale des Produkts auf und zeigt an, inwiefern diese den Anforderungen der harmonisierten Normen entsprechen. Bei Toiletten und Urinalen umfassen diese Merkmale zum Beispiel den Wasserverbrauch pro Spülung, die mechanische Tragfähigkeit, die Korrosionsbeständigkeit der Beschichtung und die Dichtheit.

Die Leistungserklärung muss in deutscher Sprache abgefasst sein und jedem gelieferten Produkt beiliegen. Im Facility Management dient sie der objektiven Prüfung, ob ein neues oder ausgetauschtes Bauteil die erforderlichen Leistungskennwerte erfüllt. Sie wird zusammen mit Prüfdaten in der CAFM-Dokumentation archiviert und ist Grundlage für Abnahmeprüfungen und Qualitätskontrollen bei der Inbetriebnahme.

Nachweis der Verwendbarkeit – Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Nachweis(e) der Verwendbarkeit von Bauprodukten im Einzelfall

Zweck und Umfang

Nachweis, dass das Bauprodukt für den konkreten Anwendungsfall bauaufsichtlich verwendbar ist.

Relevante Vorschriften / Normen

HBauO (09.1_5269)

Schlüsselelemente

Prüfbescheinigung
Verwendungsbedingungen
Gültigkeitsdauer
Verweis auf Zulassungsnummer

Verantwortlicher

Hersteller

Praktische Hinweise

Wird bei Sonderlösungen oder abweichenden Produkten benötigt; Bestandteil der bautechnischen Akte.

Erläuterung

Ein Verwendbarkeitsnachweis (auch „Zustimmung im Einzelfall“) ist erforderlich, wenn ein Toiletten- oder Urinalprodukt nicht den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht oder in einer Sonderausführung eingesetzt wird. Dieser Nachweis bescheinigt, dass das Produkt trotz Abweichungen den bauaufsichtlichen Anforderungen genügt. Er kann in Form eines allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses oder einer individuellen Prüfbescheinigung erfolgen und nennt die zulässigen Verwendungsbedingungen.

Im Facility Management ist der Verwendbarkeitsnachweis Bestandteil der Bauakte. Bei Abnahme oder im laufenden Betrieb zeigt er den Behörden, dass die eingesetzte Sanitärarmatur offiziell geprüft und zugelassen wurde. Er verhindert Rechtsunsicherheiten beim Einsatz ungewöhnlicher oder speziell gefertigter Sanitärelemente und ist Voraussetzung für die rechtmäßige Nutzung des Gebäudes.

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis – Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Prüfzeugnis, allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Zweck und Umfang

Bestätigt die Bauwerks- und Produktsicherheit nach baurechtlichen Vorgaben.

Relevante Vorschriften / Normen

HBauO (09.1_5269)

Schlüsselelemente

Prüfergebnisse der Bauaufsicht
Prüfnummer
Ausstellende Prüfstelle

Verantwortlicher

Hersteller / DIBt

Praktische Hinweise

Wird von den Bauaufsichtsbehörden geprüft und muss in der Anlagenakte verfügbar sein.

Erläuterung

Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis dokumentiert eine nachträgliche behördliche Prüfung, die bestätigt, dass das Bauprodukt (hier Toilette oder Urinal) den baurechtlichen Anforderungen entspricht. Es wird ausgestellt, wenn bestimmte Produkteigenschaften erneut behördlich überprüft wurden. Die Prüfergebnisse, eine Prüfnummer und die ausstellende Behörde (z. B. DIBt) werden im Zeugnis vermerkt.

Für den Facility Manager ist das Prüfzeugnis insbesondere bei der Bauabnahme oder im Rahmen von Kontrollen relevant. Die Behörde kann es verlangen, um sicherzustellen, dass alle sicherheitsrelevanten Eigenschaften eingehalten sind. Das Prüfzeugnis wird in der Anlagenakte aufbewahrt und dient der Dokumentation der Produktsicherheit.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung – Bauprodukte

Feld

Details

Dokumenttitel/-typ

Zulassung, allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Zweck und Umfang

Erlaubt die Verwendung nicht geregelter Bauprodukte durch amtliche Anerkennung.

Relevante Vorschriften / Normen

DIN 18384 (VOB/C ATV) • HBauO (09.1_5269)

Schlüsselelemente

Zulassungsnummer
Geltungsbereich
Auflagen und Bedingungen

Verantwortlicher

Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt)

Praktische Hinweise

Verpflichtend für Spezialprodukte ohne harmonisierte Norm; im FM-Kontext wichtig für Revision und Produkthaftung.

Erläuterung

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) des DIBt erlaubt den Einsatz von Sanitärprodukten, für die es keine harmonisierte Norm gibt. Nach eingehender Prüfung durch einen Sachverständigenausschuss stellt das DIBt eine Zulassungsbescheinigung mit einer eindeutigen Nummer, einem Anwendungsbereich und Auflagen aus. Die Zulassung ist in der Regel befristet (meist fünf Jahre) und gilt nur innerhalb des festgelegten Geltungsbereichs.

Im Facility Management sichert die allgemeine Zulassung die rechtskonforme Nutzung von Spezial- oder Importprodukten. Sie wird zusammen mit technischen Datenblättern und Prüfberichten archiviert und dokumentiert, dass das Produkt den deutschen Bauvorschriften entspricht. Für Betreiber wichtig: Eine abZ weist formal die Gebrauchstauglichkeit nach und entlastet im Haftungsfall, da alle Bedingungen erfüllt sind.