Leistungsverzeichnis Sanitärtechnik
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Leistungsverzeichnis Sanitärtechnik im FM
- 100.001 – Montage einer Sanitär-Entwässerungsanlage
- 100.002 – Demontage einer Sanitär-Entwässerungsinstallation
- 100.003 – Verlegung einer Sanitär-Entwässerungsinstallation
- 100.004 – Montage einer Abwasser-Hebeanlage
- 100.005 – Montage eines Fettabscheiders
- 100.006 – Montage/Erneuerung von Revisions-
- 200.001 – Gefährdungsbeurteilung Sanitärtechnik
- 200.002 – Abnahmeprüfung vor Erstinbetriebnahme
- 200.003 – Inbetriebnahme der Sanitärtechnik
- 200.004 – Abnahmeprüfung vor Erstinbetriebnahme
- 200.005 – Probenahme- und Prüfplan für Sanitärtechnik
- 200.006 – Erstprüfung/Funktionsnachweis Rückstauschutz
- 200.007 – Erstellung von Betriebsanweisungen
- 300.001 – Jährliche Sicherheits-
- 300.002 – Prüfbuchführung je Sanitäranlage
- 300.003 – Prüf- & Fristenmanagement
- 300.004 – Jährliche Sicherheits-
- 300.005 – Außerordentliche Prüfung nach Ereignissen
- 300.006 – Sachverständigenprüfung Sanitärtechnik
- 300.007 – Wiederholungsprüfung Elektrik
- 300.008 – Jährliche Prüfung Rückstauschutz
- 300.009 – Prüfung spezieller Revisions-
- 300.010 – Wiederkehrende Funktionskontrolle Hebeanlage
- 300.011 – Digitalisierung
- 400.001 – Wartung
- 400.002 – Ölwechsel An Pumpen-
- 400.003 – Gefährdungsbeurteilung Sanitärtechnik
- 400.004 – Fortschreibung Gefährdungsbeurteilung Sanitärtechnik
- 400.005 – Prüfung Nach Prüfpflichtiger Änderung
- 400.006 – Planmässige Wartung
- 400.007 – Öl-/Getriebeservice An Pumpen-
- 400.008 – Intervall-Inspektion
- 400.009 – Filter-
- 400.010 – Intervall-Funktionskontrolle Rückstauschutz
- 500.001 – Störungsbeseitigung
- 500.002 – Reparatur
- 500.003 – Notfalleinsatz Inkl. Erstdiagnose
- 500.004 – Instandsetzung Auf Regie
- 500.005 – Notfalleinsatz Inkl. Erstdiagnose
- 500.006 – Notreinigung
- 500.007 – Provisorische Notentwässerung
- 600.001 – Nachrüstung Eines Frequenzumrichters
- 600.002 – Fernbedienung Sanitärtechnik
- 600.003 – Nachrüstung Weiterer Komponenten
- 600.004 – Nachrüstung Von Rückstauschutz
- 600.005 – Nachrüstung Von Revisions-
- 600.006 – Nachrüstung Digitaler Betriebsdatenerfassung
- 600.007 – Nachrüstung Leckage-
- 700.001 – Ersatzteilbeschaffung
- 700.002 – Express-
- 700.003 – Ersatzteilrecherche
- 700.004 – Lagerhaltung Kritischer
- 700.005 – Obsoleszenz-
- 800.001 – Schulung
- 800.002 – Einweisung des Instandhaltungspersonals
- 800.003 – Hygieneschulung Sanitärtechnik
- 800.004 – Schulung Bedien-
- 800.005 – Betriebsanweisung je Sanitäranlage
- 800.006 – Jährliche Unterweisung Bedien-
- 800.007 – Betriebs-
- 800.008 – Betriebsregel Mehranlagen-
- 800.009 – Tägliche Sicht-
- 800.010 – Nutzungs-
- 800.011 – Bedienerschulung Sanitärtechnik
- 900.001 – Ferndiagnose
- 900.002 – AR-Basierter Live-Support
- 900.003 – Remote-Monitoring
- 900.004 – Auswertung
- 10. Abrechnungs- und Leistungsgrenzen
100.001 – Montage einer Sanitär-Entwässerungsanlage (Schmutz- und Lüftungsleitungen
Beschreibung: Fachgerechte Montage einer neuen zentralen Sanitär-Entwässerungsanlage am Einsatzort. Leistungsumfang umfasst die Verlegung, Befestigung und schalltechnisch entkoppelte Montage von Schmutzwasser- und Lüftungsleitungen (z. B. Fallleitungen, Sammel- und Anschlussleitungen) inklusive Einhaltung der erforderlichen Gefälle. Weiterhin enthalten sind der Einbau von Revisions- und Reinigungsöffnungen, Bodenabläufen, Geruchsverschlüssen, erforderlichen Rückstauschutzeinrichtungen sowie der Anschluss aller vorgesehenen Sanitärobjekte und Geräte (z. B. Waschtische, Duschen, WC-Anlagen, Küchen, Spül- und Waschmaschinen) bis zur Entwässerungs-Übergabestelle des Gebäudes. Abschluss der Arbeiten durch Funktions- und Dichtheitsprüfung der installierten Leitungsabschnitte sowie Spülung/Reinigung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik inkl. Protokollierung.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Ausführung ausschließlich durch einen qualifizierten SHK-Fachbetrieb unter Einhaltung der DIN EN 12056 und DIN 1986-100 (Gebäudeentwässerung) sowie der allgemein anerkannten Regeln der Technik. Brandschutztechnische Durchführungen und Abschottungen sind normgerecht herzustellen. Trassen, Schächte, Kernbohrungen und bauseitig freigegebene Abschottungssysteme sind vom Auftraggeber bereitzustellen. Die Inbetriebnahme und Parametrierung von Sonderkomponenten (z. B. motorische Rückstauverschlüsse) sowie kameragestützte Abnahmeprüfungen sind nicht Bestandteil dieser Position und separat zu beauftragen. Arbeiten in Schächten oder in der Höhe sind unter Beachtung der DGUV-Vorschriften und der objektspezifischen Arbeitsschutzregelungen auszuführen.
100.002 – Demontage einer Sanitär-Entwässerungsinstallation
Beschreibung: Fachgerechte Demontage (Rückbau) einer bestehenden Sanitär-Entwässerungsinstallation im laufenden Betrieb. Leistungsumfang umfasst das Absichern der betroffenen Leitungsabschnitte, das Ableiten von Restflüssigkeiten sowie den Ausbau von Schmutz- und Lüftungsleitungen, Geruchsverschlüssen, Bodenabläufen, Rückstauschutzeinrichtungen, Befestigungen und Tragkonstruktionen. Die Demontage erfolgt so, dass verbleibende Teile der Gebäudeentwässerung funktionstüchtig bleiben und nicht verunreinigt werden.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Vor Beginn der Demontage sind die betroffenen Leitungen gegen unbeabsichtigten Abfluss zu sichern. Offene Rohrenden sind unmittelbar gas- und geruchsdicht zu verschließen. Erforderliche Provisorien zur Aufrechterhaltung der Entwässerungsfunktion während der Arbeiten sind mit dem Betreiber abzustimmen. Wiederherstellung von Bauoberflächen, brandschutztechnischen Abschottungen sowie Entsorgung und Recycling der ausgebauten Materialien sind nicht Bestandteil dieser Position und gesondert zu vereinbaren.
100.003 – Umbau/Verlegung einer Sanitär-Entwässerungsinstallation
Beschreibung: Umbau oder Verlegung einer bestehenden Sanitär-Entwässerungsinstallation infolge von Nutzungs- oder Grundrissänderungen. Leistungsumfang umfasst die Anpassung der Rohrführung, den Austausch oder die Verlängerung von Leitungsabschnitten, die Umlegung von Fall- und Sammelleitungen, die Nachrüstung von Revisionsöffnungen sowie die Anpassung von Befestigungs- und Schallschutzmaßnahmen. Nicht regelkonforme Ausführungen (z. B. fehlende Lüftung, unzureichendes Gefälle) werden in einen normgerechten Zustand überführt. Abschluss der Arbeiten durch Funktions- und Dichtheitsprüfung der geänderten Anlagenteile inkl. Dokumentation.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Ausführung gemäß DIN EN 12056 und DIN 1986-100, insbesondere hinsichtlich Dimensionierung, Gefälle, Be- und Entlüftung sowie Rückstauebene und Rückstauschutz. Je nach Umfang der Maßnahme sind Revisions- und Bestandsunterlagen zu aktualisieren. Bei Arbeiten im laufenden Gebäudebetrieb sind Abschaltzeiten, Geruchsmanagement und hygienische Schutzmaßnahmen im Montagekonzept festzulegen und mit dem Betreiber abzustimmen.
100.004 – Montage einer Abwasser-Hebeanlage (Sanitär)
Beschreibung: Fachgerechte Montage einer Abwasser-Hebeanlage für fäkalienhaltiges oder fäkalienfreies Abwasser als Einzel- oder Doppelanlage. Leistungsumfang umfasst die schwingungsentkoppelte Aufstellung, den Anschluss der Zulauf- und Druckleitungen, den Einbau von Absperr- und Rückschlagarmaturen, Revisions- und Prüfstücken, den Anschluss der erforderlichen Entlüftung sowie die elektrische Anbindung der Steuer- und Meldeeinrichtungen. Nach Abschluss erfolgt eine Funktionsprüfung mit Probelauf unter Betriebsbedingungen inkl. Dokumentation.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Planung und Montage gemäß DIN EN 12050 und DIN 1986-100. Der Auftraggeber stellt einen geeigneten, frostfreien und zugänglichen Aufstellraum, Entwässerungsmöglichkeiten sowie die erforderliche Stromversorgung bereit. Aufschaltung auf Gebäudeleittechnik, Fernalarmierung oder besondere Redundanz- und Betriebskonzepte sind nicht Bestandteil dieser Position und separat zu beauftragen.
100.005 – Montage eines Fettabscheiders (Sanitär-Entwässerung)
Beschreibung: Fachgerechte Montage eines Fettabscheiders für fetthaltiges Küchenabwasser inklusive Aufstellung, Anschluss der Zu- und Ablaufleitungen, Einbindung der Entlüftung sowie Einbau von Probenahme- und Revisionsstellen. Herstellung der Inbetriebnahmebereitschaft durch Dichtheits- und Funktionsprüfung der angeschlossenen Entwässerungsleitungen.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Ausführung nach DIN EN 1825 und DIN 4040-100. Bauseitig sind geeignete Einbaubedingungen, ausreichende Belüftung sowie die Anfahrbarkeit für Entsorgungsfahrzeuge sicherzustellen. Regelmäßige Entleerung, Wartung, Entsorgungsverträge sowie Betreiberunterweisung sind nicht Bestandteil dieser Position und separat zu vereinbaren.
100.006 – Montage/Erneuerung von Revisions- und Reinigungsöffnungen der Sanitär-Entwässerung
Beschreibung: Montage oder Erneuerung von Revisions- und Reinigungsöffnungen in Sanitär-Entwässerungsanlagen zur Sicherstellung der Wartungs- und Reinigungsfähigkeit. Leistungsumfang umfasst die fachgerechte Einbindung in bestehende Schmutz- und Lüftungsleitungen, den Einbau geruchsdichter Revisionsverschlüsse sowie die Kennzeichnung und Funktionskontrolle.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Ausführung gemäß DIN EN 12056 und DIN 1986-100 unter Berücksichtigung FM-gerechter Zugänglichkeit und Wartungsanforderungen. Wiederherstellung von Oberflächen (z. B. Fliesen, Trockenbau) ist nicht Bestandteil dieser Position und separat zu beauftragen.
200.001 – Gefährdungsbeurteilung Sanitärtechnik (Erst-Gefährdungsbeurteilung Entwässerung/Abwasser)
Beschreibung: Systematische Ermittlung und Bewertung aller Gefährdungen aus Planung, Errichtung und Betrieb der objektspezifischen Sanitärtechnik (Schmutz-/Regenwasserleitungen, Fallstränge, Sammel-/Anschlussleitungen, Be- und Entlüftung, Rückstauschutz, Hebeanlagen, Pumpensümpfe, Abscheideranlagen, Bodenabläufe/Geruchsverschlüsse, Revisions-/Reinigungsöffnungen). Berücksichtigung hygienischer Risiken (Aerosole/Bioaerosole, Geruchsbelastung, Abwasserkeime), chemischer Risiken (aggressive Medien, Reinigungschemikalien), physikalischer Risiken (Überflutung/Rückstau, Druckstoß, Unterdruck/Siphonage, Lärm/Vibration), elektrischer/steuerungstechnischer Risiken (Hebeanlage/Alarmierung) sowie Schnittstellen zu anderen Medien/Anlagen (z. B. Küchenbetrieb, Laborbereiche, Sprinkler-/Löschwasser-Entwässerung, Außenentwässerung). Ableitung technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen, Anforderungen an den bestimmungsgemäßen Betrieb, Reinigungs-/Wartungszyklen, Störfall- und Notfallmaßnahmen (z. B. Rückstaubereignis, Pumpenausfall) und Festlegung von Prüf- und Kontrollintervallen inkl. Maßnahmenplan.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungsinstallation)
Menge (Ansatz): 1
Bezug Betreiberpflichten: BetrSichV § 3 i. V. m. TRBS 1111 (Gefährdungsbeurteilung/Betreiberorganisation, soweit Arbeitsmittel/Anlagenteile wie Hebeanlagen, Pumpen, elektrische Steuerungen betroffen sind), DGUV Vorschrift 1; technische Regeln/Normen für Entwässerungsanlagen (DIN EN 12056, DIN 1986-100; für Hebeanlagen DIN EN 12050; für Rückstauschutz DIN EN 13564; für Abscheider je nach System DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100).
Nachweis/Dokumentation: Schriftliche Gefährdungsbeurteilung mit Maßnahmenplan und Priorisierung, Intervallmatrix (Inspektion, Reinigung, Wartung, Funktionskontrollen/Alarmtests), aktualisierte Bestandsunterlagen (Strang-/Leitungsschemata, Revisionspunktliste), Fotodokumentation, Notfall-/Störfallablauf (Kurzkonzept).
Qualifikation: Ingenieur/Techniker oder gleichwertig qualifizierte Person mit nachweisbarer Erfahrung in Gebäudeentwässerung/Sanitärtechnik (insb. Rückstauschutz, Hebeanlagen, Abscheider) und Betreiberorganisation nach BetrSichV/TRBS.
Mitwirkung des Arbeitskreises: Bereitstellung von Planungs- und Bestandsunterlagen, Herstellerunterlagen (Hebeanlage/Abscheider), Betriebsdaten (Nutzungsprofile, Störmeldungen), Zugang zu Technikräumen, Schächten, Revisionsstellen und Außeneinläufen; Angaben zu Nutzergruppen und Medienanfall (z. B. Küchenfette, ölhaltige Medien).
Umfang: Kamerabefahrung, Dichtheitsprüfungen, Laboranalytik (z. B. Abwasserparameter), hydraulische Neuberechnungen sowie Sanierungs-/Umbauleistungen sind nicht Bestandteil dieser Position.
200.002 – Abnahmeprüfung vor Erstinbetriebnahme (Sanitärtechnik)
Beschreibung: Abnahmeprüfung der Sanitärtechnik vor erstmaliger bestimmungsgemäßer Nutzung. Ein qualifizierter Sachkundiger/Fachkundiger prüft die Anlage auf Übereinstimmung mit den a. a. R. d. T.: Sichtprüfung der Installation (Gefälle, Lüftung, Befestigungen/Schallschutz, brandschutzkonforme Durchführungen), Prüfung der Revisions-/Reinigungszugänglichkeit, Funktionsprüfung von Rückstauschutzeinrichtungen (inkl. Klappen-/Verschlussfunktion), Funktionsprüfung von Hebeanlagen (Pumpenlauf, Niveauerfassung, Rückschlagarmaturen, Alarmierung), Prüfung von Abscheideranlagen auf betriebliche Funktionsbereitschaft (Zulauf/Ablauf, Entlüftung, Probenahme, Alarm/Überwachung sofern vorhanden) sowie Plausibilitätsprüfung vorhandener Mess-/Prüfprotokolle. Ergebnisse werden in einem Prüfbericht dokumentiert; bei Ordnungsmäßigkeit erfolgt die Freigabe zur Nutzung.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Die Abnahme ist Voraussetzung für die Erstnutzung und nach wesentlichen Änderungen zu wiederholen. Die Prüfung soll unmittelbar nach interner Inbetriebnahme erfolgen, um Mängel zeitnah zu beheben. Leistungsumfang umfasst den Prüfbericht und die Zusammenstellung relevanter Unterlagen (Herstellerunterlagen, Bestandspläne, Funktionsprotokolle). Reine Sanierungs-/Nacharbeitsleistungen und Wiederholungsprüfungen nach Mängelbeseitigung sind gesondert zu vereinbaren.
200.003 – Inbetriebnahme der Sanitärtechnik (Erstinbetriebnahme Entwässerung/Hebeanlagen/Rückstau)
Beschreibung: Fachgerechte Erstinbetriebnahme einer neu montierten Sanitärtechnik. Umfasst die schrittweise Inbetriebnahme und Funktionsprüfung der Entwässerungsstränge (kontrollierte Beaufschlagung/Spülung, Durchfluss- und Abflussprüfung an repräsentativen Entnahmestellen), Prüfung der Be- und Entlüftung (Vermeidung von Siphonage/Unterdruck), Einstellung/Prüfung des Rückstauschutzes (Verschlussfunktion, manuelle Verriegelung, ggf. Motor/Steuerung), Inbetriebnahme von Hebeanlagen (Befülltest, Pumpenkennlinie im Betrieb, Schaltpunkte, Rückschlagfunktion, Störmeldung/Alarmweitergabe, Probelauf unter Last) sowie Dokumentation der Betriebsparameter.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Die Inbetriebnahme erfolgt nach Montageabschluss und vor formeller Abnahme (siehe 200.002). Kleinere Korrekturen/Justagen (z. B. Schaltpunkte, Alarmkontakte, Sitz der Rückschlagarmatur, Auffüllen von Geruchsverschlüssen) sind enthalten. Voraussetzungen: Medienanfall zur Funktionsprüfung verfügbar, Stromversorgung/Steuerung betriebsbereit, Zugänge zu Revisionsstellen gewährleistet. Gesetzliche/behördliche Sonderabnahmen sind nicht Bestandteil dieser Position.
200.004 – Abnahmeprüfung vor Erstinbetriebnahme (Kurzversion Sanitärtechnik)
Beschreibung: Sachkundige Kurzprüfung der Sanitärtechnik vor Erstnutzung, inkl. Funktionsprüfung zentraler Komponenten (Rückstauschutz, Hebeanlage/Alarm), Plausibilitätsprüfung der Gefälle-/Lüftungsführung anhand Sichtkontrolle, stichprobenartige Abflussprüfung an repräsentativen Stellen, Prüfung der Revisionszugänglichkeit sowie Erstellung eines Kurzprüfberichts, Kennzeichnung der Anlage und Eintrag in Anlagen-/Prüfbuch.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungsinstallation)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflichten: Betreiberpflichten zur sicheren Bereitstellung/Benutzung technischer Anlagen (BetrSichV/DGUV) sowie Einhaltung der technischen Regeln für Gebäudeentwässerung (DIN EN 12056, DIN 1986-100; Hebeanlagen DIN EN 12050; Rückstauschutz DIN EN 13564).
Qualifikation: Sachkundige Person mit nachgewiesener Erfahrung in Sanitärtechnik/Entwässerung (inkl. Hebeanlagen/Rückstau) und Dokumentationspraxis (Anlagenbuch/Prüfprotokolle).
Mitwirkung AG: Montage und interne Inbetriebnahme abgeschlossen; Funktionszugang zu Revisionsstellen, Hebeanlage, Rückstauschutz; relevante Herstellerunterlagen und vorhandene Protokolle sind bereitzustellen.
200.005 – Probenahme- und Prüfplan für Sanitärtechnik (Abscheider/Hebeanlage/Rückstau – Betreiberkontrollen)
Beschreibung: Erstellung eines objektspezifischen Prüf- und Kontrollplans für Sanitärtechnik. Festlegung von Kontrollpunkten und Intervallen für Rückstauschutz (Funktionskontrolle/Verriegelung), Hebeanlagen (Alarmtest, Sichtkontrolle, Probelauf, ggf. Pumpensumpfkontrolle), Abscheideranlagen (Eigenkontrollen, Schlamm-/Fettstandkontrollen, Alarm/Überwachung, Entsorgungs-/Wartungsintervalle) sowie Revisions-/Reinigungsöffnungen (Zugänglichkeit, Reinigungsbedarf). Berücksichtigung der Anlagenauslegung, Nutzung, Medienanfall und Betreiberorganisation; Abstimmung mit Wartungsdienstleistern und ggf. Entsorgern.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungsinstallation)
Menge (Ansatz): 1
Bezug Betreiberpflichten: BetrSichV (Prüf-/Instandhaltungspflichten für Arbeitsmittel/Anlagenteile), DGUV Vorschrift 1; für Abscheider die einschlägigen Regeln je nach System (DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100) sowie Betreiber-/Entsorgungsanforderungen.
Nachweis/Dokumentation: Schriftlicher Prüf- und Kontrollplan, Checklisten (Sicht-/Funktionskontrollen, Alarmtests), Anlagenbuch-/CAFM-Schnittstellenbeschreibung, Intervallkalender, Zuständigkeitsmatrix (Betreiber/Wartungsfirma/Entsorger).
Qualifikation: Fachkundige Person mit Erfahrung in Betrieb/Wartung von Entwässerung, Hebeanlagen und Abscheidern sowie Kenntnis der Betreiberpflichten.
Mitwirkung AG: Bereitstellung von Betreiberanforderungen, Wartungsverträgen, Entsorgungsnachweisen/-intervallen, Herstellerunterlagen, Störmeldestatistiken und Zugängen zu allen relevanten Komponenten.
Umfang: Vor-Ort-Prüfungen, Entleerungen/Entsorgungen, Laboranalytik sowie Maßnahmenplanung bei Schadensereignissen sind nicht Bestandteil dieser Position.
200.006 – Erstprüfung/Funktionsnachweis Rückstauschutz und Hebeanlage nach Inbetriebnahme
Beschreibung: Organisation und technische Begleitung des Erst-Funktionsnachweises nach Inbetriebnahme für Rückstauschutzeinrichtungen und Hebeanlagen: Festlegung/Markierung der Prüfstellen, Durchführung bzw. Begleitung von Funktionsprüfungen (Verschluss-/Rückschlagfunktion, Dichtschluss im Betriebszustand, manuelle Notbetätigung), Belastungs-/Probelauf der Hebeanlage (Schaltpunkte, Förderbetrieb, Alarmierung/Quittierung, ggf. Notstrom-/USV-Schnittstelle), Plausibilitätsprüfung der Protokolle und Aufbereitung der Ergebnisse für den Betreiber. Ableitung von Sofortmaßnahmen bei Abweichungen.
Einheit: Stück (je System/Einheit)
Menge (Ansatz): 1
Bezug Betreiberpflichten: BetrSichV/DGUV (sichere Bereitstellung/Benutzung, Funktionsfähigkeit von Schutzeinrichtungen), technische Regeln/Normen (DIN EN 12050 für Hebeanlagen, DIN EN 13564 für Rückstauschutz; DIN 1986-100 für Rückstauebene/Schutzkonzept).
Nachweis/Dokumentation: Prüfprotokolle (Funktions- und Alarmtest), Einstellwerte/Schaltpunkte, Fotodokumentation, Kurzbewertung mit Empfehlungen; ggf. Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung bei wesentlichen Abweichungen.
Qualifikation: Fachkundige Person für Hebeanlagen/Rückstauschutz (SHK/Elektro-Schnittstellenkenntnis) mit Erfahrung in Inbetriebnahme- und Betreiberübergaben.
Mitwirkung AG: Zugang zu Technikräumen/Schächten, Sicherstellung von Abwasseranfall für den Lasttest, Verfügbarkeit von Stromversorgung/Steuerung, Teilnahme des Betreiberpersonals (Einweisung).
Einschränkung: Kosten für Ersatzteile, Instandsetzung, Umbauten oder wiederholte Prüfungen nach Mängelbeseitigung sind nicht enthalten.
200.007 – Erstellung von Betriebsanweisungen sowie Reinigungs-/Wartungskonzept Sanitärtechnik
Beschreibung: Erstellung objektspezifischer Betriebsanweisungen für Sanitärtechnik sowie eines Reinigungs- und Wartungskonzepts. Festlegung zulässiger Betriebszustände und Parameter (z. B. Rückstauebene/Schutzprinzip, Schaltpunkte/Alarmkaskade Hebeanlage, Entlüftungsanforderungen), Routinekontrollen (Alarmtest, Sichtkontrollen), Maßnahmen bei Betriebsunterbrechung/Stillstand (z. B. Sumpfkontrolle, Auffüllen von Geruchsverschlüssen), Vorgehen bei Störungen (Rückstau, Überflutung, Pumpenausfall, Geruchsereignis), Verantwortlichkeiten, Dokumentationspflichten (Anlagenbuch/CAFM) sowie Schnittstellen zu Wartung und Entsorgung (insb. Abscheider). Integration in das Betriebs- und Instandhaltungs-Handbuch.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungsinstallation)
Menge (Ansatz): 1
Bezug Betreiberpflichten: BetrSichV/TRBS (Organisation sicherer Betrieb, Unterweisung/Arbeitsanweisungen, Instandhaltung), DGUV Vorschrift 1; technische Regeln/Normen gemäß Anlagentyp (DIN EN 12056, DIN 1986-100; DIN EN 12050; DIN EN 13564; Abscheider nach DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100).
Nachweis/Dokumentation: Schriftliche Betriebsanweisung(en) (ggf. Aushänge), Reinigungs-/Wartungspläne, Checklisten, Musterprotokolle (Alarmtest, Sichtkontrolle, Entleerung/Entsorgung Abscheider), Ergänzung/Update der Betriebs- und Instandhaltungsunterlagen.
Qualifikation: Fachkundige Person mit fundierten Kenntnissen in Betrieb/Wartung Sanitärtechnik (Entwässerung, Hebeanlagen, Rückstauschutz, Abscheider) und FM-Betreiberorganisation.
Mitwirkung AG: Festlegung des Betriebsrahmens (Nutzungszeiten, Bereitschaft/Notfallorganisation), Benennung Verantwortlicher, Abstimmung mit Arbeitsschutz/Brandschutz, Bereitstellung der CAFM-/Anlagenbuch-Struktur.
Umfang: Umsetzung der beschriebenen Reinigungs-/Wartungsmaßnahmen, Entleerungen/Entsorgung sowie Schulungen/Unterweisungen des Betriebspersonals sind nicht Bestandteil dieser Position.
300.001 – Jährliche Sicherheits- und Funktionsprüfung der Sanitärtechnik (Entwässerung/Rückstau/Hebeanlagen/Abscheider)
Beschreibung: Wiederkehrende, mindestens jährliche Gesamtprüfung der zentralen Sanitärtechnik (Schmutz- und Regenwasserleitungen, Fallstränge, Sammel- und Anschlussleitungen, Be- und Entlüftung, Bodenabläufe/Geruchsverschlüsse, Revisions-/Reinigungsöffnungen, Rückstauschutzeinrichtungen, Hebeanlagen inkl. Pumpensumpf, Abscheideranlagen) auf sicheren, funktionsfähigen und betriebssicheren Zustand. Umfasst Sicht- und Funktionsprüfungen, Kontrolle von Gefälle, Befestigungen/Schallschutz, Korrosion/Materialzustand, Undichtigkeiten, Ablagerungen/Verstopfungsanzeichen, Geruchsbildung, ordnungsgemäße Entlüftung (Vermeidung Siphonage/Unterdruck), Prüfung der Rückstauebene und der Wirksamkeit des Rückstauschutzes sowie Probebetrieb/Lasttest der Hebeanlage inkl. Alarm- und Störmeldefunktion. Kontrolle der Dokumentation (Bestandspläne, Betriebsanweisungen, Wartungs- und Entsorgungsnachweise, Prüfprotokolle) und Erstellung eines Prüfprotokolls mit Mängelklassifizierung und Handlungsempfehlungen.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Prüfintervall ist risikobasiert festzulegen und kann je nach Nutzung (z. B. Gastronomie/Großküche, Klinik, Labor), Medienanfall (fett-/ölhaltig), Störhäufigkeit und Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung kürzer sein (z. B. halbjährlich/vierteljährlich für Teilumfänge). Außerordentliche Prüfungen nach Rückstauereignissen, Überflutung, Pumpenausfall, Umbauten oder wiederkehrenden Störungen sind zusätzlich durchzuführen (siehe Pos. 300.005). Diese Position umfasst keine Instandsetzung, Reinigung, Entleerung oder Instandhaltung; festgestellte Mängel sind separat zu beheben.
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 3 i. V. m. TRBS 1111 (Gefährdungsbeurteilung/Betreiberorganisation für Arbeitsmittel/Anlagenteile wie Hebeanlagen, Pumpen, Steuerungen), BetrSichV § 14 i. V. m. TRBS 1201 (wiederkehrende Prüfungen, soweit prüfpflichtige Komponenten betroffen sind), DGUV Vorschrift 1; DIN EN 12056 und DIN 1986-100 (Betrieb/Unterhalt Gebäudeentwässerung), DIN EN 12050 (Hebeanlagen), DIN EN 13564 (Rückstauschutz), für Abscheider je nach System DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100.
Qualifikation: Zur Prüfung befähigte Person gem. TRBS 1203 mit nachgewiesener Fachkunde in Sanitärtechnik/Gebäudeentwässerung (inkl. Rückstauschutz, Hebeanlagen, Abscheider) und Erfahrung in Betreiberpflichten/Dokumentation.
300.002 – Prüfbuchführung je Sanitäranlage (Führen, Pflegen, Nachweise)
Beschreibung: Einrichtung und laufende Führung eines Prüfbuchs (digital/physisch) für die Sanitärtechnik. Erfassung aller wiederkehrenden Prüfungen, Inspektionen, Funktionskontrollen (z. B. Alarmtests), Reinigungs- und Wartungsmaßnahmen, Störereignisse, Entleerungs-/Entsorgungsnachweise (z. B. Abscheider), sowie Umbau- und Sanierungsschritte inklusive Datum, Umfang, Ergebnissen und Freigaben. Systematische Mängelverfolgung (inkl. Fristen, Verantwortlichkeiten, Status) und Sicherstellung der jederzeitigen Vorlagefähigkeit gegenüber Aufsichtsbehörden, Unfallversicherungsträgern und internen Audits.
Einheit: Jahrespauschale (je Sanitäranlage/Entwässerungssystem)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV/TRBS 1201 (Dokumentationspflichten für Prüfungen von Arbeitsmitteln und Anlagenteilen), DGUV Vorschrift 1; anlagenspezifische Nachweisanforderungen (z. B. Abscheider nach DIN 4040-100/DIN 1999-100 inkl. Entsorgungsnachweise).
300.003 – Prüf- & Fristenmanagement (Compliance-Plan Sanitärtechnik)
Beschreibung: Aufbau und Pflege eines Fristenkalenders für alle prüf-, wartungs- und nachweispflichtigen Tätigkeiten der Sanitärtechnik (z. B. Funktionsprüfungen Rückstauschutz, Alarmtests Hebeanlage, Sichtkontrollen Pumpensumpf, Wartungsintervalle nach Hersteller, Reinigungs-/Spülintervalle, Entleerungs- und Entsorgungszyklen für Abscheider, DGUV-Prüfungen elektrischer Betriebsmittel der Anlage). Terminierung, Recall/Erinnerungen an Betreiber und Betriebspersonal, Nachhalten der Durchführung sowie KPI-Reporting zur Compliance (z. B. termingerechte Prüfquote, offene Mängel, Wiederholstörungen).
Einheit: Jahrespauschale (Standort)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 14 und TRBS 1201 (Festlegung/Überwachung von Prüffristen), DGUV Vorschrift 1; herstellerseitige Wartungsvorgaben als Betreiberpflicht zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit.
300.004 – Jährliche Sicherheits- und Funktionsprüfung Sanitärtechnik (Detailprüfung je Termin)
Beschreibung: Sicht- und Funktionsprüfung aller sicherheits- und betriebsrelevanten Bauteile der Sanitärtechnik (Leitungsnetz inkl. Lüftung, Bodenabläufe/Geruchsverschlüsse, Revisionsöffnungen, Rückstauschutzeinrichtungen, Hebeanlagen inkl. Armaturen/Rückschlag, Abscheider inkl. Probenahme/Entlüftung/Überwachung) einschließlich Probebetrieb. Kontrolle der Einstellwerte und Betriebsparameter (z. B. Schaltpunkte/Niveau, Alarmgrenzen, Rückschlagfunktion), Abgleich mit der vorhandenen Dokumentation sowie Erstellung von Prüfbericht, Kennzeichnung der geprüften Anlage und Eintrag im Prüfbuch.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV/TRBS 1201 (soweit prüfpflichtige Komponenten betroffen sind), DGUV Vorschrift 1; DIN EN 12056/DIN 1986-100, DIN EN 12050, DIN EN 13564 sowie ab scheiderbezogene Normen je nach System (DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100).
Qualifikation: Zur Prüfung befähigte Person gem. TRBS 1203 mit Qualifikation/Erfahrung Sanitärtechnik (Entwässerung, Hebeanlagen, Rückstauschutz, Abscheider).
300.005 – Außerordentliche Prüfung nach Ereignissen/Schäden/Stillstand (Sanitärtechnik)
Beschreibung: Anlassbezogene Prüfung der Sanitärtechnik nach besonderen Ereignissen, z. B. Rückstauereignis/Überflutung, Pumpen- oder Steuerungsausfall, wiederkehrende Verstopfungen/Geruchsereignisse, längerer Stillstand, Frost- oder Bauschäden, bauliche oder hydraulische Änderungen. Festlegung eines anlassbezogenen Prüfumfangs (erweiterte Sichtprüfung, Funktionsprüfung Rückstauschutz/Hebeanlage, Prüfung Lüftung/Entlüftung, Abfluss-/Dichtheitsindizien, Bewertung Ablagerungen/Verstopfungsursachen) und Bewertung der sicheren Wiederaufnahme des Betriebs. Erstellung eines Prüfberichts mit Freigabe- bzw. Restrisikobewertung und konkreten Handlungsempfehlungen (z. B. Reinigung/Spülung, Kamerabefahrung, Instandsetzung, Anpassung Rückstauschutzkonzept).
Einheit: Stück (je Anlass)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV/TRBS 1201 (Prüfungen nach außergewöhnlichen Ereignissen bzw. Änderungen), DGUV Vorschrift 1; DIN 1986-100 (Rückstauschutz/Schutzkonzept), DIN EN 12050 (Hebeanlagen), DIN EN 13564 (Rückstauschutz).
300.006 – Sachverständigenprüfung Sanitärtechnik (z. B. bei wiederholten Rückstau-/Überflutungsereignissen oder komplexen Anlagen)
Beschreibung: Vertiefte Prüfung und Begutachtung der Sanitärtechnik durch unabhängigen Sachverständigen, insbesondere bei wiederholten Rückstau-/Überflutungsereignissen, komplexen Entwässerungsstrukturen, Sondernutzungen (z. B. Kliniken, Großküchen, Labore) oder behördlichen/versicherungsseitigen Auflagen. Umfasst umfassende Anlagenaufnahme, Bewertung der hydraulischen und betrieblichen Konzeption (Rückstauebene, Rückstauschutzkonzept, Hebeanlagenkonzept/Redundanz), Prüfung Betrieb/Organisation (Störfallmanagement, Wartungs- und Entsorgungsregime), Auswertung von Störmeldedaten und Maßnahmenhistorie. Erstellung eines Gutachtens mit Risikoanalyse sowie Sanierungs- und Optimierungsempfehlungen.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 3/§ 14 i. V. m. TRBS 1111/TRBS 1201 (Organisation/Prüfungen), DIN 1986-100 (Schutzkonzept), DIN EN 12050, DIN EN 13564; ggf. versicherungs- und behördliche Anforderungen.
300.007 – Wiederholungsprüfung Elektrik (DGUV Vorschrift 3) – Sanitärtechnik
Beschreibung: Wiederkehrende Prüfung der elektrischen Ausrüstung der Sanitärtechnik (z. B. Pumpen, Schaltschränke, Steuer- und Regelgeräte von Hebeanlagen/Abscheiderüberwachung, Alarm- und Überwachungseinrichtungen) gemäß DGUV Vorschrift 3 und einschlägigen VDE-Bestimmungen. Beinhaltet Sichtprüfung, Prüfung der Schutzorgane (z. B. RCD, Motorschutz), Messungen (z. B. Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Schutzleiterwiderstand) und Funktionsprüfung. Erstellung eines Prüfprotokolls mit Bewertung und Vorschlag für Prüffristen.
Einheit: Stück (je Anlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DGUV Vorschrift 3 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (Wiederholungsprüfungen/Fristen), DIN VDE 0100 und DIN VDE 0105 (Errichten/Betrieb elektrischer Anlagen).
300.008 – Jährliche Prüfung Rückstauschutz und Schutzorgane der Sanitärtechnik
Beschreibung: Jährliche Sicht- und Funktionsprüfung der sicherheitsrelevanten Schutzorgane der Sanitärtechnik, insbesondere Rückstauverschlüsse (manuell/motorisch), Rückschlagarmaturen in Druckleitungen von Hebeanlagen, Absperrarmaturen, Alarm- und Überwachungseinrichtungen (z. B. Hochwasser-/Pegelalarm, Abscheideralarm). Kontrolle von Kennzeichnung, Einbausituation, Dichtheit, Schließ-/Öffnungsverhalten, Notbetätigung und Zugänglichkeit; Protokollierung der Ergebnisse und Nachkennzeichnung fehlender Angaben.
Einheit: Stück (je definiertem Los/Bestand)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DIN 1986-100 (Rückstauschutz), DIN EN 13564 (Rückstauverschlüsse), DIN EN 12050 (Hebeanlagen), BetrSichV/TRBS 1201 (Prüfungen sicherheitsrelevanter Komponenten), DGUV Vorschrift 1.
300.009 – Prüfung spezieller Revisions-, Probenahme- und Kontrolleinrichtungen (sofern im Einsatz)
Beschreibung: Prüfung und Bewertung spezieller Revisions-, Probenahme- und Kontrolleinrichtungen der Sanitärtechnik in sensiblen Bereichen (z. B. Probenahme-/Kontrollstellen an Abscheidern, Probenahmeschächte, Messstellen für Pegel/Überwachung, Revisionsöffnungen in kritischen Strängen). Kontrolle von Zustand, Zugänglichkeit, Beschriftung, Dichtheit, hygienisch/technisch geeigneter Ausführung sowie Abgleich mit Bestandsunterlagen. Ableitung von Optimierungsempfehlungen (z. B. zusätzliche Revisionsstellen, Anpassung Lage/Zugänglichkeit).
Einheit: Stück
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100 (Abscheider inkl. Probenahme/Überwachung), DIN EN 12056/DIN 1986-100 (Revisions-/Reinigungszugänglichkeit), BetrSichV/DGUV (sichere Bereitstellung/Benutzung).
300.010 – Wiederkehrende Funktionskontrolle Hebeanlage (z. B. monatlich/vierteljährlich)
Beschreibung: Regelmäßige Funktionskontrolle der Hebeanlage inkl. Sichtkontrolle Pumpensumpf, Prüfung der Niveauerfassung/Schaltpunkte, Probelauf (inkl. Umschaltung bei Doppelanlage), Prüfung Rückschlagfunktion, Alarmtest (Störung/Hochwasser) und Quittierung, Sichtprüfung auf Leckagen, ungewöhnliche Geräusche/Vibrationen. Dokumentation der Ergebnisse, Bewertung von Abweichungen und Vorschlag geeigneter Korrekturmaßnahmen.
Einheit: Stück (je Mess-/Prüfrunde/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (sichere Bereitstellung/Benutzung, Instandhaltung), DGUV Vorschrift 1; DIN EN 12050 (Betrieb/Wartung Hebeanlagen), DIN 1986-100 (Schutzkonzept).
300.011 – Digitalisierung und Datenexport Sanitärtechnik-Prüf- und Betriebsdokumentation
Beschreibung: Aufbau und Pflege einer digitalen Struktur zur Ablage aller prüf- und betriebsrelevanten Unterlagen der Sanitärtechnik (Prüfprotokolle, Wartungsnachweise, Störmeldungen, Entsorgungsnachweise Abscheider, Betriebsanweisungen, Gefährdungsbeurteilungen) in einem CAFM-/DMS-System. Einheitliche Verschlagwortung, Versionierung, Vergabe von Fristenattributen sowie Vorbereitung standardisierter Exporte (z. B. PDF/CSV) für Behörden, Versicherer, interne Audits oder Betreiberberichte.
Einheit: Jahrespauschale (je Standort/Anlage)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV/TRBS 1201 (nachvollziehbare Dokumentation von Prüfungen), DGUV Vorschrift 1; anlagenspezifische Nachweispflichten (z. B. Abscheider/Entsorgung) sowie Anforderungen aus QM- und Compliance-Systemen (z. B. ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001).
400.001 – Wartung Und Inspektion Der Sanitärtechnik (Entwässerung/Rückstau/Hebeanlagen/Abscheider)
Beschreibung: Regelmäßige vorbeugende Wartung und Inspektion der zentralen Sanitärtechnik (Schmutz- und Regenwasserleitungen, Fallstränge, Sammel- und Anschlussleitungen, Be- und Entlüftung, Bodenabläufe/Geruchsverschlüsse, Revisions-/Reinigungsöffnungen, Rückstauschutzeinrichtungen, Hebeanlagen inkl. Pumpensumpf, Abscheideranlagen) nach Herstellervorgaben, Betreiberkonzept und Gefährdungsbeurteilung. Umfasst Sichtprüfung aller zugänglichen Leitungen, Armaturen, Aggregate und Schächte auf Korrosion, Undichtigkeiten, unzulässige Veränderungen, Ablagerungen/Verstopfungsanzeichen, Geruchsbildung sowie Kontrolle der Befestigungen und schalltechnischen Entkopplung. Funktionsprüfung der Entwässerung (repräsentative Abflussprüfung), Prüfung der Be-/Entlüftung (Vermeidung Siphonage/Unterdruck), Funktionsprüfung Rückstauschutz (Verschluss-/Dichtschluss, Notbetätigung, ggf. Motor/Steuerung) sowie Funktionsprüfung Hebeanlagen (Probelauf, Schaltpunkte/Niveau, Rückschlagarmatur, Alarm-/Störmeldung, ggf. Umschaltung bei Doppelanlagen). Bei Abscheideranlagen Kontrolle der Betriebsbereitschaft (Zulauf/Ablauf, Entlüftung, Probenahmeeinrichtung, Alarm/Überwachung sofern vorhanden) sowie Plausibilitätsprüfung von Schlamm-/Fettständen anhand Sicht-/Messanzeigen. Kleinere Einstellarbeiten (z. B. Nachstellen von Schaltpunkten, Entlüftung von Druckleitungen, Nachsetzen von Befestigungen, Austausch kleiner Dichtungen) werden im Rahmen der Wartung durchgeführt. Abschließend wird ein Wartungsprotokoll mit dokumentierten Arbeiten, Messwerten und festgestellten Mängeln erstellt.
Einheit: Pauschale (pro Wartungseinsatz)
Menge: 1
Hinweise: Empfohlen i. d. R. jährlich; in risikobehafteten Nutzungen (z. B. Großküchen/Gastronomie, Kliniken, Labore) und bei erhöhtem Medienanfall (fett-/ölhaltig) ggf. in kürzeren Intervallen laut Gefährdungsbeurteilung und Betreiberkonzept. Termine sind so zu planen, dass Betriebsabläufe und Entsorgungsfenster (Abscheider) berücksichtigt werden. Durchführung durch qualifizierten SHK-Fachbetrieb; Arbeiten an elektrischen Komponenten nur durch Elektrofachkraft. Umfangreiche Reparaturen, Rohrreinigungen/Kamerabefahrungen, Entleerungen/Entsorgung von Abscheidern sowie Austausch größerer Komponenten sind nicht Bestandteil dieser Position (separate Instandsetzung/Servicepositionen).
400.002 – Ölwechsel An Pumpen-
Beschreibung: Wechsel des Öls bzw. Schmierstoffs an Pumpen- oder Getriebeeinheiten von Hebeanlagen gemäß Wartungsplan des Herstellers. Ablassen des Altöls, fachgerechte Sammlung und Entsorgung, Sichtkontrolle des abgelassenen Mediums zur Zustandsbeurteilung (z. B. Späne, Verfärbungen), Kontrolle von Dichtungen und Entlüftungseinrichtungen, anschließendes Befüllen mit freigegebenem Schmierstoff in der vorgeschriebenen Menge. Abschließende Funktions- und Dichtheitsprüfung der Aggregate inkl. Probelauf.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Ausführung, wenn nach Herstellervorgaben oder aufgrund Betriebsstunden/Ölzustand erforderlich (z. B. alle 3–5 Jahre oder nach definierter Laufzeit). Kann im Zuge einer regulären Wartung (Pos. 400.001) mit durchgeführt werden, sofern Intervalle zusammenfallen. Während des Ölwechsels sind die betroffenen Aggregate außer Betrieb zu nehmen und gegen Wiedereinschalten zu sichern; Arbeiten im Pumpensumpf/Schacht unter Beachtung der DGUV-Regeln (u. a. Absturz-/Erstickungsgefahr, ggf. Gasfreimessung/Belüftung nach Objektvorgabe).
400.003 – Gefährdungsbeurteilung Sanitärtechnik (Erst-GBU Entwässerung/Rückstau/Hebeanlagen/Abscheider)
Beschreibung: Systematische Ermittlung und Bewertung aller Gefährdungen beim Betrieb der konkreten Sanitärtechnik (Gebäudeentwässerung Schmutz-/Regenwasser, Be-/Entlüftung, Rückstauschutz, Hebeanlagen, Pumpensümpfe, Abscheideranlagen) einschließlich hygienischer (Aerosole/Gerüche), chemischer (aggressive Medien/Reinigungschemie), physikalischer (Überflutung/Rückstau, Verstopfung, Druckstoß, Lärm/Vibration), elektrischer/steuerungstechnischer (Schaltschränke, Alarmierung) und organisatorischer Risiken. Ableitung technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen, Festlegung von Betriebsparametern (z. B. Alarmkaskaden, Schaltpunkte, Rückstauschutzkonzept), Prüf- und Wartungsintervallen sowie Verantwortlichkeiten und Störfallabläufen.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungssystem)
Menge (Ansatz): 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 3 (Gefährdungsbeurteilung vor Verwendung, laufende Fortschreibung) und TRBS 1111 (Konkretisierung, Dokumentationspflicht); DGUV Vorschrift 1; technische Regeln/Normen: DIN EN 12056 und DIN 1986-100 (Gebäudeentwässerung), DIN EN 12050 (Hebeanlagen), DIN EN 13564 (Rückstauschutz), Abscheider je nach System DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100.
Nachweis/Dokumentation: Schriftliches GBU-Dokument, Maßnahmenplan mit Priorisierung, Prüffristen-/Wartungsmatrix (Inspektionen, Alarmtests, Funktionsprüfungen, Entsorgungsintervalle Abscheider), aktualisierte Bestands-/Strangschemata, Zuständigkeits- und Notfallmatrix.
Qualifikation: Fachkundige Person im Arbeitsschutz/Betreiberpflichten mit nachweisbarer Erfahrung in Sanitärtechnik/Gebäudeentwässerung (inkl. Rückstauschutz, Hebeanlagen, Abscheider) und Dokumentationspraxis nach BetrSichV/TRBS.
Mitwirkung AG: Bereitstellung Herstellerdokumentation (Hebeanlage/Abscheider/Alarmierung), Bestands-/Revisionspläne, Wartungs- und Entsorgungsnachweise, Störmeldedaten, Nutzungs-/Medienprofile (z. B. Küchenfette, ölhaltige Medien), Zugang zu Technikräumen/Schächten/Revisionen.
Abgrenzung: Kamerabefahrung, Dichtheitsprüfungen, Laboranalysen, dauerhafte Mess-/Monitoring-Systeme, hydraulische Neuberechnungen und Sanierungsplanung sind nicht Bestandteil dieser Position.
400.004 – Fortschreibung Gefährdungsbeurteilung Sanitärtechnik (Anlass-/Jährlich)
Beschreibung: Überprüfung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung der Sanitärtechnik bei Änderungen, Ereignissen oder regelmäßig (z. B. jährlich). Berücksichtigung von Umbauten, Nutzungsänderungen, Rückstau-/Überflutungsereignissen, wiederkehrenden Störungen (Verstopfungen, Geruchsereignisse), auffälligen Wartungsbefunden, behördlichen/versicherungsseitigen Auflagen und neuen technischen Erkenntnissen. Abgleich der Wirksamkeit bestehender Maßnahmen, Anpassung von Prüffristen, Betriebsparametern (z. B. Alarmgrenzen/Schaltpunkte) und Aktualisierung des Maßnahmenplans.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungssystem)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 3 Abs. 3; TRBS 1111 (Anlässe und Verfahren zur Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung) i. V. m. DGUV Vorschrift 1 sowie anlagenspezifischen Normen (DIN EN 12056/DIN 1986-100; DIN EN 12050; DIN EN 13564; Abscheider-Normen je nach System).
400.005 – Prüfung Nach Prüfpflichtiger Änderung/Modernisierung Der Sanitärtechnik
Beschreibung: Prüfung der Sanitärtechnik nach prüfpflichtiger Änderung oder Modernisierung, analog Wiederinbetriebnahme je nach Umfang: Überprüfung der Planungs- und Ausführungsunterlagen, Sichtprüfung der geänderten Leitungen/Schächte/Armaturen/Anlagen (Rückstauschutz, Hebeanlage, Abscheider), Funktionsprüfungen (Abfluss-/Lasttest, Alarmtest, Rückschlag-/Verschlussfunktion), Plausibilitätsprüfung der Lüftung und des Rückstauschutzkonzepts (Rückstauebene), Bewertung der sicheren Wiederaufnahme des Betriebs. Erstellung von Prüfprotokoll und Freigabeempfehlung.
Einheit: Stück
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 14 (Prüfung vor Wiederinbetriebnahme nach wesentlichen Änderungen) i. V. m. TRBS 1201; DGUV Vorschrift 1; DIN 1986-100, DIN EN 12050, DIN EN 13564 sowie Abscheider-Normen je nach System.
400.006 – Planmässige Wartung & Inspektion Sanitärtechnik (Nach Hersteller/GBU)
Beschreibung: Präventive Wartung der Sanitärtechnik gemäß Herstellervorgaben und Gefährdungsbeurteilung, inkl. Schmierplan für bewegte Teile (Pumpen/Antriebe), Justagen (z. B. Schaltpunkte, Alarmkontakte), Funktionsprüfung von Rückstauschutz, Rückschlag- und Absperrarmaturen, Sichtprüfung von Pumpensumpf/Schacht, Kontrolle Entlüftung und Revisionszugänglichkeit, Erstellung einer Mängelliste und eines Wartungsprotokolls.
Einheit: Pauschale je Wartungseinsatz (je Sanitäranlage/Entwässerungssystem)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Instandhaltungspflichten aus Gefährdungsbeurteilung/Betrieb nach BetrSichV § 3 und TRBS 1112 (Organisation/Durchführung Instandhaltung) i. V. m. DGUV Vorschrift 1; DIN EN 12056/DIN 1986-100; DIN EN 12050; DIN EN 13564.
400.007 – Öl-/Getriebeservice An Pumpen-/Antriebseinheiten Der Sanitärtechnik (Falls Fällig)
Beschreibung: Öl-/Getriebeservice an Pumpen- und Antriebsaggregaten von Hebeanlagen inkl. Ölwechsel, fachgerechter Entsorgung, Dichtheits- und Funktionskontrolle sowie Dokumentation im Wartungsprotokoll.
Einheit: Stück (je Getriebe/Antrieb)
Menge: n. B.
Bezug Betreiberpflicht(en): Erhalt eines sicheren, bestimmungsgemäßen Betriebszustands der Anlage nach BetrSichV/GBU; Umsetzung der Hersteller-Wartungspläne.
400.008 – Intervall-Inspektion Zwischen Jahresprogrammen (Z. B. Halbjährlich)
Beschreibung: Intervallweise Zustandsaufnahme kritischer Komponenten der Sanitärtechnik zwischen den jährlichen Hauptprüfungen zur frühzeitigen Mängelerkennung (z. B. Rückstauschutz, Hebeanlage/Alarmierung, Pumpensumpf, Abscheider-Überwachung, kritische Stränge/Schächte). Kurzprüfung der Funktionsbereitschaft (Alarmtest/Probelauf), Sichtkontrolle auf Leckagen, Korrosion, Ablagerungen/Verstopfungsanzeichen und unzulässige Veränderungen; Erstellung eines Kurzberichts mit Empfehlungen.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Prüffristen risikobasiert festlegen und überwachen nach TRBS 1201; Ergebnisse sind im Prüfbuch/Anlagenbuch zu dokumentieren.
400.009 – Filter- Und Kartuschenwechsel (Abscheider-/Überwachungseinrichtungen, sofern vorhanden)
Beschreibung: Planmäßiger Wechsel von Filtereinsätzen/Kartuschen in zugehörigen Überwachungs- oder Nebenaggregaten der Sanitärtechnik (z. B. Filter in Belüftungs-/Abluftkomponenten, Sensorik-/Probenahmeeinheiten von Abscheidern, sofern herstellerseitig vorgesehen) gemäß Herstellervorgaben. Beinhaltet Ausbau und Entsorgung der Altmedien, Reinigung der Gehäuse und Einbau neuer Ersatzteile inkl. Funktionsprüfung und Dokumentation.
Einheit: Stück (je Einheit)
Menge: n. B.
Bezug Betreiberpflicht(en): Umsetzung der Hersteller-Wartungspläne; BetrSichV (Instandhaltungspflichten aus GBU) und DGUV Vorschrift 1.
400.010 – Intervall-Funktionskontrolle Rückstauschutz/Hebeanlage (z. B. monatlich/vierteljährlich)
Beschreibung: Wiederkehrende Funktionskontrolle der Rückstauschutzeinrichtungen und Hebeanlage an definierten Prüfstellen: Prüfung Verschluss-/Dichtschluss, Notbetätigung, Rückschlagfunktion, Alarmtest (Hochwasser/Störung) inkl. Quittierung, Sichtkontrolle Pumpensumpf (Ablagerungen, Fremdkörper), Probelauf und Prüfung der Umschaltung bei Doppelanlagen. Dokumentation der Prüfergebnisse, Bewertung von Abweichungen und Empfehlung von Korrekturmaßnahmen (z. B. Reinigung, Nachjustage, Instandsetzung).
Einheit: Stück (je Messrunde/Termin)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (sicherer Betrieb/Instandhaltung), DGUV Vorschrift 1; DIN EN 12050 (Hebeanlagen – Betrieb/Wartung), DIN EN 13564 (Rückstauverschlüsse), DIN 1986-100 (Schutzkonzept/Rückstauebene).
500.001 – Störungsbeseitigung / Notfalleinsatz
Beschreibung: Sofortiger Serviceeinsatz zur Beseitigung einer akuten Störung oder eines Ausfalls der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Verstopfung mit Rückstau/Überflutung, Rohrbruch an Schmutz-/Regenwasserleitungen, Ausfall der Hebeanlage, Ausfall Rückstauschutz, Störung/Alarm Abscheideranlage). Ein Sanitär-/Entwässerungs-Servicetechniker kommt schnellstmöglich zum Einsatzort, führt eine strukturierte Fehlerdiagnose durch und stellt – soweit betrieblich möglich – die sichere Abführung von Abwasser wieder her oder setzt betroffene Anlagenteile sicher außer Betrieb. Typische Tätigkeiten: Eingrenzen der Störstelle, Absperren/Sichern betroffener Stränge, Notpumpen/Abpumpen, Freimachen von Engstellen über Revisionsöffnungen, Funktionsprüfung Hebeanlage (Schaltpunkte/Alarm), Prüfung Rückstauschutz (Verschluss-/Notbetätigung), provisorische Abdichtung/Provisorien, Wiederherstellung eines sicheren Notbetriebs.
Einheit: Pauschale (pro Einsatz).
Menge: 1
Hinweise: Die Pauschale umfasst die Bereitstellung eines Servicetechnikers im Notfall inkl. Einsatzbereitschaft außerhalb üblicher Arbeitszeiten (Notdienst). Anfahrt innerhalb der Region und eine definierte Einsatzdauer vor Ort (z. B. bis zu 2 Stunden) sind enthalten; weiterer Aufwand wird über Pos. 500.002 abgerechnet. Der Notdienst steht nach Vereinbarung auf Abruf (z. B. 24/7) zur Verfügung. Kann die Störung nicht sofort behoben werden, werden betroffene Bereiche betriebssicher gesperrt/gesichert (z. B. Nutzungssperre, Absperrungen), Gefahrenstellen gekennzeichnet und eine Folgereparatur inkl. ggf. Reinigung/Spülung geplant. Arbeiten in Schächten/Pumpensümpfen nur nach objektspezifischer Gefährdungsbeurteilung, unter Beachtung DGUV und ggf. erforderlicher Belüftung/Freimessung.
500.002 – Reparatur- Und Instandsetzungsarbeiten
Beschreibung: Durchführung von Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an der Sanitärtechnik/Entwässerung auf Regie-Basis. Dazu gehören u. a. der Austausch undichter oder beschädigter Schmutz-/Regenwasserleitungen, Erneuerung von Bodenabläufen, Geruchsverschlüssen, Revisions-/Reinigungsöffnungen und Befestigungen, Instandsetzung/Austausch von Rückstauschutzeinrichtungen (Rückstauverschluss, Rückschlagarmaturen), Instandsetzung von Hebeanlagen (Pumpen, Niveausteuerung, Armaturen, Druckleitungen) sowie Arbeiten an Abscheideranlagen (Zulauf/Ablauf, Probenahme, Überwachung/Alarm). Einschließlich elektrischer/regelungstechnischer Arbeiten (z. B. Austausch von Sensoren, Schwimmerschaltern, Steuergeräten, Behebung von Verdrahtungsfehlern) im zulässigen Umfang. Nach Abschluss Funktionsprüfung (Abfluss-/Fördertest, Alarmtest), Dichtheits-/Sichtprüfung der bearbeiteten Bereiche sowie Dokumentation der Wiederherstellung.
Einheit: Stunde.
Menge: 8 (Richtwert / Ansatz).
Hinweise: Der Stundenverrechnungssatz umfasst die Arbeitszeit eines qualifizierten Sanitär-/Entwässerungs-Servicetechnikers vor Ort. Fahrtkosten, Überstunden-/Nacht-/Wochenendzuschläge, Ersatzteile, Entsorgungsgebühren sowie ggf. Reinigungs-/Spülmittel sind nicht enthalten und werden separat abgerechnet (siehe Ersatzteilpositionen im Bereich 700.xxx). Vor umfangreichen Instandsetzungen kann ein Kostenvoranschlag erstellt werden. Während der Arbeiten sind betroffene Anlagenteile außer Betrieb zu nehmen und gegen unbefugte Benutzung zu sichern; bei Arbeiten an elektrischen Komponenten nur durch Elektrofachkraft (DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0105-100).
500.003 – Störungsbeseitigung / Notfalleinsatz Inkl. Erstdiagnose
Beschreibung: Soforteinsatz an der Sanitärtechnik/Entwässerung mit Fokus auf schnelle Erstdiagnose und – soweit möglich – provisorische Erstbehebung (z. B. Absperren/Sichern, provisorische Abdichtung, Notpumpen, Umschaltung/Überbrückung auf Reserve-Hebeanlage, provisorische Rückstausicherung). Übergabe der Anlage in einen sicheren Notbetrieb oder gesicherten Stillstand sowie Erstellung eines Einsatzberichts mit Handlungsempfehlungen.
Einheit: Pauschale pro Einsatz (inkl. x h vor Ort).
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Sicherer Betrieb bzw. Stillsetzung bei Mängeln gemäß BetrSichV § 3/§ 14 i. V. m. TRBS 1111/TRBS 1201 sowie DGUV Vorschrift 1; Betrieb/Unterhalt Gebäudeentwässerung nach DIN EN 12056 und DIN 1986-100, Hebeanlagen nach DIN EN 12050, Rückstauschutz nach DIN EN 13564.
500.004 – Instandsetzung Auf Regie (Mechanik/Elektrik/Steuerung)
Beschreibung: Austausch, Instandsetzung oder Justage defekter mechanischer, hydraulischer, elektrischer oder steuerungstechnischer Komponenten der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Leitungen, Armaturen, Rückstauschutz, Pumpen, Niveausensorik, Alarm-/Überwachungseinrichtungen, Steuer- und Regelgeräte) auf Stundenbasis. Wiederinbetriebnahme der betroffenen Anlagenteile inkl. Funktions- und Dichtheitsprüfung sowie Alarm-/Störmeldeprüfung; Reparaturbericht und Eintrag im Anlagen-/Prüfbuch.
Einheit: Stunde (Techniker).
Menge: n. B. (nach Bedarf).
Bezug Betreiberpflicht(en): Wiederherstellung eines sicheren, bestimmungsgemäßen Zustands entsprechend Gefährdungsbeurteilung und Prüfberichten gemäß BetrSichV/TRBS sowie DGUV Vorschrift 1; Einhaltung der a. a. R. d. T. nach DIN EN 12056/DIN 1986-100, DIN EN 12050 und DIN EN 13564.
500.005 – Störungsbeseitigung / Notfalleinsatz Inkl. Erstdiagnose (Doppelte Listung Gemäss Vorlage)
Beschreibung: Wie Pos. 500.001 – Soforteinsatz mit Erstdiagnose und provisorischer Entstörung der Sanitärtechnik/Entwässerung; Übergabe in sicheren Notbetrieb oder Sicherstillstand; Einsatzbericht mit empfohlenen Folgemaßnahmen.
Einheit: Pauschale pro Einsatz (inkl. x h vor Ort).
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Siehe Pos. 500.001 – Sicherstellung eines sicheren Betriebs bzw. der sicheren Stillsetzung nach BetrSichV/TRBS und DGUV Vorschrift 1 sowie Einhaltung DIN EN 12056/DIN 1986-100, DIN EN 12050, DIN EN 13564.
500.006 – Notreinigung/Notspülung und Hygienesicherung nach Rückstau/Überflutung (Sanitärtechnik)
Beschreibung: Anlassbezogene Notmaßnahmen nach Rückstau-/Überflutungsereignis oder Abwasseraustritt: Abpumpen/Entsorgen kontaminierter Flüssigkeiten, Notspülung betroffener Entwässerungsabschnitte (z. B. Sammel-/Anschlussleitungen, Pumpensumpf, Druckleitung nach Störung), Entfernen grober Ablagerungen/Fremdstoffe, Reinigung und – falls erforderlich – desinfizierende Flächenreinigung in kontaminierten Bereichen gemäß objektspezifischem Hygiene- und Arbeitsschutzkonzept. Festlegen des Maßnahmenumfangs, Überwachung der Prozessparameter (z. B. Spülmenge, Pumpenlauf, Alarmstatus) sowie Dokumentation des Ablaufs und der Freigabeempfehlung zur Wiederaufnahme des Betriebs.
Einheit: Pauschale (pro Einsatz).
Menge: 1
Hinweise: Maßnahme erfolgt auf Basis der Gefährdungsbeurteilung und objektspezifischer Hygiene-/Arbeitsschutzvorgaben (biologische Arbeitsstoffe). Entsorgungs-/Deponiekosten, Container, Spezialreinigung sowie Wiederherstellungsarbeiten (Trocknung, Sanierung) sind nicht enthalten und separat zu beauftragen. Während der Arbeiten sind betroffene Bereiche zu sperren; notwendige Nutzungsbeschränkungen werden mit dem Betreiber abgestimmt und dokumentiert.
500.007 – Provisorische Notentwässerung / Bypass- und Notpumpkonzept (Sanitärtechnik)
Beschreibung: Einrichtung einer temporären, provisorischen Abwasserführung zur Sicherstellung der Entwässerungsfunktion bei Ausfall oder Sperrung wesentlicher Anlagenteile (z. B. Hebeanlage außer Betrieb, beschädigte Sammelleitung, Sanierung, Großstörung). Umfasst Planung und Aufbau temporärer Bypass-Leitungen/Schlauchstrecken (druckseitig), Anschluss mobiler Pumpen, ggf. Zwischenspeicher (Sammelbehälter), kontrollierte Einleitung in geeignete Anschluss-/Übergabepunkte (z. B. Revisionsschacht) sowie Sicherstellung von Dichtheit, Befestigung, Absturzsicherung, Geruchsmanagement und Kennzeichnung. Einweisung des Betriebspersonals, Übergabe mit Betriebs-/Störhinweisen.
Einheit: Pauschale (pro Einrichtung).
Menge: 1
Hinweise: Die Position umfasst Planung, Einrichtung und Inbetriebnahme der Notentwässerung; laufender Betrieb (Überwachung, Betankung/Notstrom, regelmäßige Kontrollen, Entleerungen, Rückbau) wird gesondert vergütet. Es sind nur geeignete, medienbeständige und dichtende Komponenten einzusetzen; Einleitung/Anschluss ist mit Betreiber/Entwässerungsbetrieb abzustimmen.
600.001 – Nachrüstung Eines Frequenzumrichters
Beschreibung: Nachträglicher Einbau eines Frequenzumrichters zur drehzahlgeregelten Ansteuerung einer oder mehrerer Pumpen/Aggregate der Sanitärtechnik (z. B. Abwasser-Hebeanlage, Drainage-/Kondensatpumpe, Abscheider-Nebenaggregate) in einer bestehenden Anlage. Der bisherige Direkt- bzw. Stufenanlauf wird durch einen frequenzgeregelten Antrieb ergänzt oder ersetzt. Leistungsumfang: Auswahl und Lieferung eines geeigneten Frequenzumrichters, Montage im Schaltschrank, Verdrahtung mit Motor, Sensorik (z. B. Niveau-, Druck- oder Durchflusssensor) und vorhandener Steuerung, Parametrierung für definierte Betriebskennlinien (Beschleunigungs- und Bremsrampen, Min./Max.-Drehzahl, Softstart, Schutzfunktionen), anschließende Funktionsprüfung und Optimierung im Betrieb (u. a. Anlaufverhalten, Förderleistung, Energieverbrauch, Geräusch/Vibration).
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Voraussetzung sind ausreichender Platz im Schaltschrank, die Eignung des vorhandenen Motors für Umrichterbetrieb (ggf. Motortausch erforderlich) sowie geeignete Sensorik/Signalverarbeitung. Parametrierung erfolgt in Abstimmung mit dem Anlagenkonzept (z. B. Lastwechsel, Rückstausicherheit, Umschaltung bei Doppelanlagen/Redundanz, Alarmgrenzen). Es werden ausschließlich normgerechte, EMV-geprüfte Geräte eingesetzt; elektrische Ausführung nach DIN VDE 0100 und DIN EN 60204-1; Wiederholungsprüfung nach DGUV Vorschrift 3 nach Abschluss. Änderungen an Regelstrategie/Schaltpunkten sind in Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung sowie Schaltplan-/Anlagendokumentation zu berücksichtigen; Aktualisierung der Unterlagen ist Bestandteil der Leistung.
600.002 – Nachrüstung Einer Funkfernsteuerung / Fernbedienung Sanitärtechnik
Beschreibung: Ausrüstung einer Sanitärtechnik-Anlage (z. B. Abwasser-Hebeanlage, Rückstauschutz mit motorischem Antrieb, Abscheider-Überwachung) mit einer Funkfernbedienung bzw. drahtlosen Bedien- und Quittiereinheit für Service- und Bereitschaftspersonal. Lieferung und Installation eines Funkempfänger-Moduls im Schaltschrank inkl. Anbindung an die Steuerung (Start/Stopp im Servicebetrieb, Quittierung von Störmeldungen, Umschalten von Betriebsarten, ggf. Testlauf-Funktion) sowie Bereitstellung eines oder mehrerer Handbedienteile. Nach Einbau Funktionstest des Funksystems (Reichweite, Störsicherheit, sichere Befehlsauswertung und Rückmeldung). Ziel ist eine sichere Bedienung/Quittierung aus dem Technikraum oder aus sicherem Abstand (z. B. bei überflutungsgefährdeten Bereichen), ohne direkt am Schaltschrank stehen zu müssen.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Funksystem mit CE-Konformität/EMV; Parametrierung so, dass nur freigegebene Funktionen fernbedient werden (keine Umgehung sicherheitsrelevanter Verriegelungen/Schutzfunktionen). Vor Nachrüstung Funkumgebung prüfen (keine Frequenzkonflikte). Bedienerunterweisung und Anpassung der Betriebsanweisung sind vorzusehen. Handsender in robuster Ausführung (mind. IP65) mit Lade-/Wechselakku-Konzept; sichere Aufbewahrung und Zugriffskontrolle festlegen.
600.003 – Nachrüstung Weiterer Komponenten / Modernisierung Sanitärtechnik
Beschreibung: Diverse Modernisierungsmaßnahmen zur Aufrüstung bestehender Sanitärtechnik mit zusätzlichen Komponenten oder sicherheits-/betriebsrelevanten Upgrades. Mögliche Leistungen: Nachrüstung/Erneuerung von Rückstauschutzeinrichtungen (z. B. motorischer Rückstauverschluss, Rückschlagarmaturen, Alarmierung) gemäß Rückstauschutzkonzept; Nachrüstung zusätzlicher Revisions-/Reinigungsöffnungen zur Wartungsfähigkeit; Einbau digitaler Pegel-/Niveausensorik und Datenlogger (z. B. M-Bus/Modbus/BACnet) für Betriebs- und Störmeldedaten; Nachrüstung eines Überflutungs-/Leckage- und Pegelalarms in Technikräumen/Schächten; Austausch veralteter Hebeanlagen/Steuerungen/Abscheider-Überwachung durch Komponenten nach aktuellem Stand der Technik. Jeweilige Nachrüstung umfasst Lieferung, Einbau, Anbindung an die vorhandene Anlage sowie Inbetriebnahme inkl. Funktionsprüfung.
Einheit: Stück
Menge: 1
Hinweise: Diese Position dient als Sammelposition für objektbezogene Modernisierungen. Die konkreten Komponenten sind bei Beauftragung zu spezifizieren. Auswahl herstellerneutral unter Beachtung DIN EN 12056 und DIN 1986-100 (Gebäudeentwässerung), DIN EN 12050 (Hebeanlagen), DIN EN 13564 (Rückstauschutz) sowie Abscheider-Normen je nach System (DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100). Vor Ausführung ist zu prüfen, ob eine wesentliche Änderung mit Prüfung vor Wiederinbetriebnahme nach BetrSichV § 14 i. V. m. TRBS 1201 erforderlich ist; Gefährdungsbeurteilung/Betriebsanweisung sind ggf. zu aktualisieren. Nach Abschluss werden technische Unterlagen (Schaltpläne, Schemata, Betriebsanleitungen, Prüfprotokolle) aktualisiert.
600.004 – Nachrüstung Von Rückstauschutz Und Schutzarmaturen (Sanitärtechnik)
Beschreibung: Einbau zusätzlicher oder Austausch vorhandener Rückstauschutzeinrichtungen und Schutzarmaturen (z. B. Rückstauverschluss, Rückschlagarmaturen in Druckleitungen von Hebeanlagen, Absperrarmaturen, motorische Verschlüsse mit Alarmkontakt) zur Sicherstellung des Rückstauschutzes und des betriebssicheren Entwässerungsbetriebs. Auswahl geeigneter Komponenten nach Rückstauschutzkonzept (Rückstauebene, Nutzungsart, Entwässerungsstellen unterhalb Rückstauebene), hydraulischer Einbau in Haupt- oder Teilsträngen und Funktionsprüfung (Verschluss-/Rückschlagfunktion, Notbetätigung, Dichtschluss, Alarm/Signal).
Einheit: Stück
Menge: n. B.
Hinweise: Ausführung gemäß DIN 1986-100 und DIN EN 13564; bei Hebeanlagen zusätzlich DIN EN 12050. Einbaulage, Zugänglichkeit und Prüf-/Wartungsintervalle sind festzulegen und im Prüfbuch zu erfassen; Bestandspläne/Strangschemata sind zu aktualisieren.
600.005 – Nachrüstung Von Revisions- Und Reinigungsarmaturen (Sanitär-Entwässerung)
Beschreibung: Nachrüstung von Revisions- und Reinigungsöffnungen/Reinigungseinrichtungen (z. B. zusätzliche Revisionsstücke, Reinigungsverschlüsse, Revisionsschächte) zur Verbesserung der Wartungs- und Reinigungsfähigkeit der Entwässerungsanlage und zur Reduzierung von Störanfälligkeit durch Ablagerungen/Verstopfungen. Lieferung, Einbau in Leitungsstränge, Herstellung der Zugänglichkeit, Kennzeichnung sowie Funktions-/Dichtheitsprüfung des eingebauten Bauteils.
Einheit: Stück
Menge: n. B.
Hinweise: Ausführung nach DIN EN 12056 und DIN 1986-100; Revisionszugänglichkeit FM-gerecht sicherstellen (ohne Verkleidungen/Einbauten). Wiederherstellung von Oberflächen (z. B. Trockenbau/Fliesen) nur, sofern ausdrücklich beauftragt.
600.006 – Nachrüstung Digitaler Betriebsdatenerfassung Und Monitoring (Sanitärtechnik)
Beschreibung: Einbau oder Nachrüstung digitaler, fernablesbarer Erfassungseinrichtungen zur Überwachung von Betriebs- und Störmeldedaten der Sanitärtechnik (z. B. Pegel/Niveau, Pumpenlaufzeiten, Störmeldungen, Alarmzustände, Abscheider-Überwachung) inkl. Schnittstellen (z. B. M-Bus, Modbus, BACnet). Montage/Anbindung an Steuerung/Sensorik, Adressierung/Einbindung in GLT/CAFM/DMS sowie Prüfung der Datenübertragung und Plausibilitätsprüfung der Messwerte.
Einheit: Stück
Menge: n. B.
Hinweise: Komponenten sind EMV- und sicherheitskonform auszuwählen; elektrische Ausführung nach DIN VDE 0100. Monitoring ersetzt keine vorgeschriebenen Wartungs-/Prüfhandlungen; Alarmroutinen, Zuständigkeiten und Reaktionszeiten sind in Betriebsanweisungen und im Fristen-/Störmanagement zu verankern. Anpassung der Dokumentation (Schaltpläne, Signallisten, Datenpunkte) ist Bestandteil der Leistung.
600.007 – Nachrüstung Leckage-/Überflutungsüberwachung Sanitärtechnik
Beschreibung: Installation eines Leckage-/Überflutungs- und Pegelüberwachungssystems in Technikräumen oder sensiblen Bereichen der Sanitärtechnik (z. B. Hebeanlagenraum, Pumpensumpfbereich, unter Druckleitungen, bei Abscheideraufstellung). Lieferung und Montage von Sensoren (Punkt-/Linienfühler, Pegelsensoren), Auswerteeinheit und Alarmierung (optisch/akustisch, potenzialfreier Kontakt zur GLT). Funktionstest inkl. Simulation von Leckage-/Pegelereignissen und Dokumentation der Alarmwege.
Einheit: Stück
Menge: n. B.
Hinweise: Auslegung nach örtlichen Gegebenheiten und Betreiberanforderungen; Schnittstellen zur GLT/Störmeldesystem abstimmen. Regelmäßige Funktionsprüfungen (Alarmtest) sind im Wartungs- und Fristenmanagement zu berücksichtigen.
700.001 – Ersatzteilbeschaffung Und -Lieferung Für Sanitärtechnik (Entwässerung/Rückstau/Hebeanlagen/Abscheider)
Beschreibung: Bereitstellung von Ersatzteilen für Sanitärtechnik/Entwässerungsanlagen nach Bedarf. Der Auftragnehmer identifiziert das erforderliche Ersatzteil anhand der Störungsmeldung oder einer Inspektion (z. B. Rohr-/Formteil, Dichtung, Geruchsverschluss-Einsatz, Revisionsverschluss, Rückstauverschluss-/Klappeneinsatz, Rückschlagarmatur, Pumpenhydraulik/Impeller, Niveauschalter/Schwimmer, Pegelsensor, Alarmgeber, Steuerungsmodul, Abscheider-Überwachungskomponente). Die Identifikation erfolgt herstellerneutral, soweit technisch zulässig, unter Beachtung der einschlägigen Normen und Herstellerfreigaben. Anschließend werden die Teile über Lagerbestand, Hersteller oder Fachhandel beschafft und dem Kunden standardmäßig verpackt und transportsicher geliefert oder zur Abholung bereitgestellt.
Einheit: Stück
Menge: 5
Hinweise: Die Materialkosten der Ersatzteile sind nicht in dieser Position enthalten und werden je Teil separat ausgewiesen oder nach Nachweis abgerechnet; diese Position deckt ausschließlich den Service der Recherche, Beschaffung und Bereitstellung ab. Es werden bevorzugt Originalteile oder vom Hersteller freigegebene Komponenten eingesetzt, um Funktion, Betriebssicherheit und Gewährleistung sicherzustellen. Kritische Verschleiß- und Ersatzteile (z. B. Dichtungen, Schwimmer/Niveausensoren, Rückschlag-/Dichtsets, Alarmmodule) werden – soweit wirtschaftlich – lagerhaltig geführt, andere Teile kurzfristig disponiert. Standardversand (Paketdienst/Spedition) ist enthalten; Express- oder Kurierlieferungen werden über Pos. 700.002 abgebildet.
700.002 – Express- Und Kurierlieferung Für Ersatzteile
Beschreibung: Zusätzliche Serviceleistung für besonders eilige Ersatzteillieferungen von Komponenten der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Pumpen, Steuerungsmodule, Niveausensorik, Rückstauschutz-Komponenten, Abscheider-Überwachung), um Stillstandszeiten, Rückstaurisiken und Folgeschäden zu minimieren. Bei Bedarf wird eine Express- oder Kurierlieferung (Nacht-Express, Direktkurier, Sonderfahrt) organisiert, sodass das Ersatzteil innerhalb kürzester Zeit – je nach Verfügbarkeit und Entfernung häufig noch am selben Tag oder über Nacht – beim Betreiber eintrifft.
Einheit: Pauschale (pro Lieferung)
Menge: 2
Hinweise: Diese Position ist optional und wird nur berechnet, wenn vom Betreiber ausdrücklich eine beschleunigte Lieferung gewünscht oder aufgrund der Dringlichkeit (z. B. Ausfall der Hebeanlage, Rückstau-/Überflutungsgefahr, Ausfall Alarmierung) erforderlich ist. Sie wird zusätzlich zu Pos. 700.001 abgerechnet, da hier Sondertransportkosten (Kurier, Expressdienst, Sonderfahrt) anfallen. Der Auftragnehmer wählt in Abstimmung mit dem Betreiber das schnellstmögliche und gleichzeitig geeignete Transportmittel (z. B. Direktkurier, Overnight-Express). Die konkrete Versandart und die voraussichtlichen Kosten werden vorab mit dem Kunden abgestimmt.
700.003 – Ersatzteilrecherche, -Beschaffung Und -Logistik
Beschreibung: Herstellerneutrale Recherche und Verfügbarkeitsprüfung, Bestellung und Organisation der Anlieferung von Ersatzteilen für Sanitärtechnik/Entwässerungsanlagen, einschließlich Dokumentation der verwendeten Teile (Typ, Hersteller, technische Daten, Serien-/Chargennummer sofern vorhanden) für Anlagenakte/Prüfbuch und Nachweisführung (z. B. bei sicherheitsrelevanten Komponenten wie Rückstauschutz, Hebeanlagensteuerung, Alarmierung, Abscheiderüberwachung).
Einheit: Stück (je Teilvorgang)
Menge: n. B.
Bezug Betreiberpflicht(en): Sicherstellung der Instandhaltbarkeit der Sanitärtechnik gemäß Gefährdungsbeurteilung und BetrSichV; dokumentierter Nachweis der eingesetzten Bauteile in Anlagenakte/Prüfbuch zur Erfüllung der Betreiberpflichten aus BetrSichV/TRBS sowie zur Umsetzung der technischen Regeln (DIN EN 12056, DIN 1986-100; DIN EN 12050; DIN EN 13564; Abscheider je nach System DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100).
700.004 – Lagerhaltung Kritischer Ersatzteile Sanitärtechnik
Beschreibung: Aufbau und laufende Pflege eines objektspezifischen Mindestlagers an kritischen Ersatz- und Verschleißteilen der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Dichtungen und Dichtsätze, Revisionsverschlüsse, Geruchsverschluss-Einsätze, Rückschlag-/Rückstauschutz-Dichtsätze, Schwimmer/Niveausensoren, Alarmgeber, Steuerungsmodule, Pumpenverschleißteile). Enthält Bestandsüberwachung, Nachschubdisposition, Kennzeichnung, Lagerplatzorganisation und jährliche Bestandsaufnahme, um kurze Reaktionszeiten bei Störungen zu gewährleisten.
Einheit: Jahrespauschale (je Standort/Anlage)
Menge: 1
Hinweise: Die Eigentums- und Kostenregelung des Lagers (Kundeneigentum vs. Konsignationslager) wird vertraglich festgelegt; die Teilewerte selbst sind nicht Bestandteil dieser Pauschale. Es werden ausschließlich geeignete, vom Hersteller zugelassene Komponenten bevorratet. Die Lagerliste wird Bestandteil der Anlagendokumentation und regelmäßig mit Gefährdungsbeurteilung, Wartungskonzept und Störungsstatistik abgeglichen.
700.005 – Obsoleszenz- Und Herstellermanagement Ersatzteile
Beschreibung: Kontinuierliche Überwachung der Verfügbarkeit und Produktabkündigungen wichtiger Komponenten der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Pumpenbaureihen, Steuerungsmodule, Niveausensorik, Rückstauschutz-Komponenten, Abscheider-Überwachung), Abstimmung mit Herstellern und Fachhändlern, Bewertung von Risiken bei Abkündigungen sowie Erarbeitung von Vorschlägen für Ersatz- oder Nachfolgetypen und rechtzeitige Planung von Austausch- bzw. Modernisierungsmaßnahmen.
Einheit: Jahrespauschale (je Standort/Anlage)
Menge: 1
Hinweise: Ergebnisse (Ersatzteil-Statuslisten, empfohlene Ersatztypen, identifizierte Risiken) werden schriftlich dokumentiert und in Gefährdungsbeurteilung, Instandhaltungsplanung und Budgetierung übernommen. Die Leistung unterstützt die Betreiberpflicht zur vorausschauenden Instandhaltung und zur Sicherstellung eines langfristig sicheren, regelwerkskonformen Betriebs der Sanitärtechnik/Entwässerung.
800.001 – Schulung und Einweisung des Bedienpersonals
Beschreibung: Durchführung einer Schulung für das Bedien- und Betreuungspersonal der Sanitärtechnik/Entwässerung. Vermittlung der notwendigen theoretischen und praktischen Kenntnisse, um Gebäudeentwässerung (Schmutz-/Regenwasser), Be- und Entlüftung, Rückstauschutzeinrichtungen, Hebeanlagen, Pumpensümpfe sowie Abscheideranlagen sicher, bestimmungsgemäß und störungsarm zu betreiben. Theorieteil: Betreiberpflichten und Arbeitsschutz (ArbSchG, BetrSichV, DGUV Vorschrift 1), Anlagenaufbau und Funktionsprinzipien nach DIN EN 12056/DIN 1986-100, Rückstauschutzkonzept (Rückstauebene, Schutzprinzip, Nutzerverhalten), typische Gefährdungen (z. B. Rückstau/Überflutung, Bioaerosole/Gerüche, elektrische Gefährdungen, Arbeiten in Schächten). Praxisteil: Einweisung an der Anlage vor Ort (Sichtkontrollen, Abfluss-/Funktionstest, Alarmquittierung, Bedienung Hebeanlage/Steuerung, Erkennen von Störungen/Verstopfungen/Leckagen, korrektes Reagieren bei Auffälligkeiten, Sperr- und Sicherungsmaßnahmen, Meldewege).
Einheit: Pauschale (pro Schulung/Termin)
Menge: 1
Hinweise: Die Schulung richtet sich an Bedienpersonal mit wenig oder vorhandener Erfahrung sowie als Auffrischung. Der Arbeitgeber erfüllt damit seine Unterweisungspflicht nach ArbSchG und BetrSichV; empfohlen wird eine regelmäßige Wiederholung (mindestens jährlich). In dieser Position ist eine Schulung für eine Gruppe von ca. 5–10 Personen enthalten (genaue Teilnehmerzahl nach Absprache). Jeder Teilnehmer erhält nach erfolgreicher Teilnahme eine Bescheinigung; der Betreiber stellt für den Praxisteil einen sicheren Zugang zu Technikbereichen, Schächten und Bedien-/Alarmstellen sicher.
800.002 – Schulung und Einweisung des Instandhaltungspersonals
Beschreibung: Spezielle Schulung für betriebseigene Wartungs- und Instandhaltungstechniker, fokussiert auf Sanitärtechnik/Entwässerung. Vermittelt werden vertiefte Kenntnisse, die das Personal befähigen, regelmäßige Wartungen und einfache Instandsetzungen fachgerecht durchzuführen. Inhalte (Theorie und Praxis): rechtliche Grundlagen/Betreiberpflichten (BetrSichV, TRBS 1111/1112, TRBS 1201/1203, DGUV Vorschrift 1, DGUV Vorschrift 3 für elektrische Ausrüstung), Aufbau und Funktion von Entwässerungsleitungen/Entlüftung, Rückstauschutz nach DIN EN 13564 und DIN 1986-100, Hebeanlagen nach DIN EN 12050 (Pumpen, Niveausteuerung, Rückschlagarmaturen, Alarmierung), Abscheideranlagen je nach System (DIN EN 1825/DIN 4040-100 bzw. DIN EN 858/DIN 1999-100) inkl. Probenahme/Überwachung. Typische Arbeiten: Funktionskontrollen/Alarmtests, Sichtkontrollen Pumpensumpf/Schacht, Prüfung Rückstauschutz (Notbetätigung/Dichtschluss), Austausch definierter Baugruppen (z. B. Schwimmer/Niveausensor, Dichtsätze, Rückschlagklappe, Alarmgeber), Störungssuche (Pumpenlauf, Sensorik, Steuerung), Grenzen der eigenen Zuständigkeit und Schnittstellen zu Fachfirmen/Sachverständigen.
Einheit: Pauschale (pro Schulung/Termin)
Menge: 1
Hinweise: Die Schulung wird an die konkrete Sanitäranlage und den Kenntnisstand der Teilnehmer angepasst. Sie richtet sich insbesondere an Instandhaltungspersonal, das regelmäßig Wartungen (z. B. Pos. 400.001/410.001) durchführt oder bei Störungen Erstmaßnahmen ergreift. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer Unterlagen sowie Checklisten für Wartungs- und Kontrollarbeiten. Eine Wiederholung alle paar Jahre bzw. bei wesentlichen Anlagenänderungen (z. B. neue Hebeanlage, neue Steuerung, geändertes Rückstauschutzkonzept) wird empfohlen.
800.003 – Hygieneschulung Sanitärtechnik (Rückstau-/Überflutungs- und Kontaminationsmanagement)
Beschreibung: Vertiefte Schulung für verantwortliche Personen (z. B. Objektleitung, Haustechnikleitung) zur Erstellung, Umsetzung und Überwachung eines Hygiene- und Kontaminationskonzepts für Sanitärtechnik bei Rückstau-/Überflutungsereignissen. Inhalte: Gefährdungen durch Abwasser/Bioaerosole, Festlegung von Sperr-/Freigabeprozessen, PSA und Arbeitsschutzmaßnahmen, organisatorische Abläufe zur Ereignisbewältigung (Alarmierung, Absperrung, Notpumpen, Notentwässerung), Anforderungen an Reinigung/Desinfektion von betroffenen Flächen (objektspezifisch), Dokumentation und Kommunikation (intern/extern) sowie Ableitung präventiver Maßnahmen (Wartungs-/Inspektionsstrategie, Rückstauschutzkonzept, Alarmroutinen).
Einheit: Pauschale (pro Schulung/Termin)
Menge: 1
Hinweise: Besonders geeignet für Liegenschaften mit erhöhtem Risiko (z. B. Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Großküchen, Untergeschosse). Die Schulung ergänzt die Grundunterweisung des Bedien- und Instandhaltungspersonals und unterstützt ein strukturiertes, rechtskonformes Ereignismanagement.
800.004 – Schulung Bedien-/Prüfpersonal Abscheideranlage (Eigenkontrollen/Probenahme/Entsorgungskoordination)
Beschreibung: Schulung von Mitarbeitern, die Eigenkontrollen und Bedienhandlungen an Abscheideranlagen durchführen (z. B. Sicht-/Funktionskontrollen, Alarmprüfung, Probenahme am Probenahmeschacht, Koordination der Entleerung/Entsorgung). Inhalte: anlagenspezifische Betreiberanforderungen und Dokumentation, sichere Bedienung/Quittierung der Überwachung, korrekte Durchführung und Dokumentation von Kontrollen/Probenahmen, Umgang mit Probengefäßen, Hygiene/PSA, Schnittstellen zu Entsorger und Wartungsfirma.
Einheit: Pauschale (pro Schulung/Termin)
Menge: 1
Hinweise: Die Schulung stellt sicher, dass Eigenkontrollen und Dokumentation norm- und betriebsfähig erfolgen (insb. bei Fett-/Ölabscheidern) und Entsorgungs-/Wartungsabläufe auditfähig nachgewiesen werden können. Sie kann in Abstimmung mit Wartungsfirma/Entsorger erfolgen.
800.005 – Betriebsanweisung je Sanitäranlage (Erstellung/Aktualisierung + Aushang)
Beschreibung: Erstellung bzw. Aktualisierung einer anlagenspezifischen Betriebsanweisung für die Sanitärtechnik/Entwässerung. Inhalte: Beschreibung der Anlage (Entwässerung, Rückstauschutz, Hebeanlage, Abscheider), Gefährdungen (z. B. Rückstau/Überflutung, biologische Arbeitsstoffe, elektrische Gefährdungen, Arbeiten in Schächten/Pumpensümpfen), notwendige Schutzmaßnahmen und Persönliche Schutzausrüstung, Betriebs- und Kontrollhinweise (Alarmtests, Sichtkontrollen, Freihalten Revisionsstellen, Entsorgungsregime Abscheider), Verhalten bei Störungen/Überflutung, Zuständigkeiten und Meldewege. Ausgabe der Betriebsanweisung, Aushang an geeigneten Stellen (Technikräume, Leitstelle) und Bereitstellung als Grundlage für Unterweisungen.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungssystem)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Unterweisungs- und Informationspflicht nach ArbSchG § 12 und BetrSichV; Konkretisierung der Betreiberpflichten aus BetrSichV/TRBS (sicherer Betrieb, Organisation, Dokumentationspflichten) und DGUV Vorschrift 1; Betrieb/Unterhalt nach DIN EN 12056 und DIN 1986-100, Rückstauschutz nach DIN EN 13564, Hebeanlagen nach DIN EN 12050.
800.006 – Jährliche Unterweisung Bedien- und Instandhaltungspersonal Sanitärtechnik (mit Nachweis)
Beschreibung: Durchführung einer jährlichen Unterweisung für Bedien- und Instandhaltungspersonal der Sanitärtechnik/Entwässerung. Inhalte: Auffrischung der Gefährdungen und Schutzmaßnahmen, Durchführung der regelmäßigen Sicht- und Funktionskontrollen (z. B. Alarmtests Hebeanlage/Abscheider, Kontrolle Pumpensumpf, Prüfung Rückstauschutz/Notbetätigung, Erkennen von Verstopfungsanzeichen, Leckagen, Geruchsereignissen), richtige Bedienung der Anlage, Kommunikations- und Meldewege, Verhalten bei Rückstau/Überflutung und bei Ausfall der Hebeanlage. Die Unterweisung umfasst einen kurzen Praxisteil und wird mit Teilnehmerliste und Unterweisungsnachweis dokumentiert.
Einheit: Pauschale je Termin (bis X Teilnehmende)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): ArbSchG § 12 (Unterweisung der Beschäftigten), BetrSichV (Unterweisung zum sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln), DGUV Vorschrift 1; DGUV Vorschrift 3 für elektrische Betriebsmittel (sofern relevant) sowie organisatorische Pflichten aus Gefährdungsbeurteilung/TRBS.
800.007 – Betriebs- und Notfallregelung bei Rückstau-/Überflutungsereignis
Beschreibung: Erarbeitung einer anlagenspezifischen Betriebs- und Notfallregelung für den Fall von Rückstau/Überflutung oder Abwasseraustritt. Festlegung von Meldewegen (intern/extern), Sofortmaßnahmen (z. B. Nutzungssperre, Absperrungen, Abschaltung/Notbetrieb Hebeanlage, Notpumpen, provisorische Notentwässerung), organisatorische Folgemaßnahmen (Reinigung/Hygienesicherung, Dokumentation, Freigabe), Kommunikation mit relevanten Stellen (z. B. Betreiber, Reinigung, Sicherheitsdienst, ggf. Versicherung) sowie Integration der Regelung in Unterweisungen und Betriebsanweisungen.
Einheit: Stück (je Sanitäranlage/Entwässerungssystem)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV/TRBS 1111 (Organisation sicherer Betrieb/Notfallabläufe), ArbSchG/BetrSichV (Organisation und Dokumentation von Notfallabläufen), DGUV Vorschrift 1; technische Regeln DIN 1986-100 (Rückstauschutzkonzept), DIN EN 12050 (Hebeanlagen), DIN EN 13564 (Rückstauschutz).
800.008 – Betriebsregel Mehranlagen-/Redundanzbetrieb inkl. Einweisung (Hebeanlagen/Alarmierung)
Beschreibung: Erarbeitung und Implementierung einer Betriebsregel für den Betrieb mehrerer oder redundanter Komponenten der Sanitärtechnik (z. B. Doppel-Hebeanlage, Reservepumpe, redundante Alarmierung/USV/Notstrom). Festlegung von Betriebs- und Umschaltstrategien (Normal-/Reservebetrieb, turnusmäßige Umschaltung), Verantwortlichkeiten, Freigabeprozessen, Kommunikationswegen, Dokumentationspflichten und Notfallabläufen. Einweisung aller betroffenen Personen in die Betriebsregel, Rollen und Schaltberechtigungen.
Einheit: Pauschale (je Betriebsszenario/Arbeitsbereich)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (Organisation des sicheren Betriebs bei Verwendung mehrerer Arbeitsmittel), TRBS 1112 (Instandhaltungsorganisation), DGUV Vorschrift 1; DIN EN 12050 (Betriebskonzepte Hebeanlagen) sowie Betreiberanforderungen aus Gefährdungsbeurteilung.
800.009 – Tägliche Sicht- & Funktionskontroll-Checklisten (Bereitstellung + Training)
Beschreibung: Bereitstellung geprüfter, anlagenspezifischer Checklisten für tägliche bzw. schichtbezogene Sicht- und Funktionskontrollen der Sanitärtechnik (z. B. Kontrolle von Alarm- und Meldesystemen, Sichtkontrolle Pumpensumpf/Schacht, Auffälligkeiten Geruch/Feuchte, freie Zugänglichkeit Revisionsstellen, Status Rückstauschutz). Kurzschulung des Bedienpersonals zur Anwendung der Checklisten, zum Vorgehen bei Auffälligkeiten und zur Dokumentation (Ablage in Prüfbuch/Anlagenakte).
Einheit: Pauschale (Einrichtung je Sanitäranlage/Entwässerungssystem)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): ArbSchG/BetrSichV (laufende Überwachung des sicheren Zustands von Arbeitsmitteln), DGUV Vorschrift 1; BetrSichV/TRBS 1111 (Überwachung/Organisation) sowie Betreiberpflichten aus Gefährdungsbeurteilung.
800.010 – Nutzungs- und Sperrregeln für kritische Entwässerungsstellen (z. B. unterhalb Rückstauebene)
Beschreibung: Erstellung von Nutzungs-, Sperr- und Kontrollregeln für Entwässerungsstellen in kritischen Bereichen (z. B. Räume/Einrichtungen unterhalb Rückstauebene, selten genutzte Ablaufstellen, Nebenbereiche). Festlegung von Verantwortlichkeiten, Kontrollen (z. B. Geruchsverschlussfüllstand, sichtbare Ablagerungen), Vorgehen bei Stillstandszeiten sowie Regelungen zur temporären Sperrung bei Rückstaugefahr oder Störungen; Einweisung des zuständigen Personals in die Umsetzung.
Einheit: Pauschale (je Nutzungsbereich)
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): DIN 1986-100 (Rückstauschutz/Schutzkonzept), BetrSichV/TRBS (Organisation sicherer Betrieb), DGUV Vorschrift 1; Umsetzung von Erkenntnissen aus der Gefährdungsbeurteilung.
800.011 – Bedienerschulung Sanitärtechnik (Grund-/Auffrischung)
Beschreibung: Kompakte Grund- oder Auffrischungsschulung für Bediener der Sanitärtechnik/Entwässerung mit Schwerpunkt auf Betreiberpflichten/Arbeitsschutz, Anlagenübersicht, sicherem Betrieb (Kontrollen, Alarmierung, Rückstauschutzprinzip), Erkennen typischer Störungen (Verstopfung, Rückstau, Pumpenstörung) und sicherem Verhalten im Störungsfall. Kombination aus Theorie und kurzer Praxis an der Anlage; Abschluss mit kurzem Wissenstest und Teilnahme-/Befähigungsnachweis.
Einheit: Pauschale je Schulungstermin
Menge: 1
Bezug Betreiberpflicht(en): Unterweisungspflicht nach ArbSchG § 12 und BetrSichV; DGUV Vorschrift 1; Pflichten aus Gefährdungsbeurteilung/TRBS sowie technische Regeln DIN EN 12056/DIN 1986-100, DIN EN 12050 und DIN EN 13564.
900.001 – Ferndiagnose Und Telefonsupport
Beschreibung: Remote-Service zur Unterstützung bei technischen Fragen oder Störungen an der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Hebeanlage, Rückstauschutz, Abscheider-Überwachung, Pumpensteuerung/Alarmierung), ohne dass unmittelbar ein Techniker vor Ort sein muss. Ein erfahrener Servicetechniker steht per Telefon oder Videoanruf mit dem Bedien- oder Instandhaltungspersonal in Kontakt und führt durch eine strukturierte Ferndiagnose: Auslesen und Bewerten von Meldungen an Steuerung oder Gebäudeleittechnik, Anleitung einfacher Prüfungen vor Ort (Sicherungs- und Schalterstellung, Pumpenlauf, Alarmstatus, Sichtkontrolle Pumpensumpf/Schacht, Prüfung Rückstauschutz-Status/Notbetätigung, Kontrolle auf Leckagen/Überflutung), sowie Schritt-für-Schritt-Anweisungen für sichere Rücksetzungen, Umschaltungen (z. B. Reservepumpe/Doppelanlage) oder einfache Fehlerbehebungen. Ziel ist die schnelle Eingrenzung und – soweit möglich – Behebung der Störung, um Rückstaurisiken, Überflutungen und Stillstandszeiten zu minimieren.
Einheit: Stunde
Menge: 5
Hinweise: Der Telefonsupport ist typischerweise werktags zu vereinbarten Servicezeiten verfügbar; für akute Notfälle außerhalb dieser Zeiten kann der Notdienst gemäß Pos. 500.001 genutzt werden. Voraussetzung ist geschultes Bedien- oder Instandhaltungspersonal vor Ort, das die Anweisungen sicher umsetzen kann; Arbeiten in Schächten/Pumpensümpfen nur gemäß objektspezifischer Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsschutzvorgaben (DGUV). Eventuelle Verbindungs- und Datenkosten (Telefon/Internet) trägt der Betreiber. Bei Online-Zugriffen auf Steuerungen/GLT werden IT-Sicherheitsanforderungen eingehalten; Zugriff nur mit ausdrücklicher Freigabe des Betreibers. Lässt sich die Störung nicht per Fernhilfe beheben, werden die gewonnenen Diagnoseinformationen zur Vorbereitung eines effizienten Vor-Ort-Einsatzes genutzt.
900.002 – AR-Basierter Live-Support (Augmented Reality)
Beschreibung: Live-Fernunterstützung mittels Augmented Reality für komplexe Störungen oder Arbeiten an der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Fehlersuche an Hebeanlagensteuerung, Niveausensorik, Rückstauschutz mit Motorantrieb, Abscheider-Überwachung). Aufbau einer Echtzeitverbindung zwischen Instandhaltungspersonal vor Ort und remote zugeschaltetem Experten. Das Wartungspersonal nutzt Smartphone/Tablet oder AR-Brille zur Übertragung von Videoaufnahmen relevanter Komponenten (Schaltschrank, Pumpenaggregate, Sensorik, Armaturen, Revisionsstellen). Der Experte gibt visuelle Hilfestellungen (Markierungen im Kamerabild, Einblendung von Arbeitsschritten/Sicherheitshinweisen) und führt Schritt für Schritt durch Fehlersuche, Funktionsprüfungen und einfache Maßnahmen, während die Handgriffe vor Ort ausgeführt werden.
Einheit: Stunde
Menge: 2
Hinweise: Erfordert geeignete Hardware (Smartphone/Tablet mit Kamera und AR-App oder AR-Brille) und stabile Internetverbindung. Verfügbarkeit/Konditionen werden vertraglich geregelt. Sicherheitsrelevante Arbeiten dürfen nicht durch Remote-Anleitung „ersetzt“ werden; Grenzen sind einzuhalten (z. B. Eingriffe in elektrische Anlagen nur durch Elektrofachkraft, Arbeiten in Schächten nur bei gesicherter Arbeitssituation). Bei kritischen Eingriffen (z. B. Austausch sicherheitsrelevanter Komponenten, Änderungen an Schutz-/Alarmfunktionen) ist eine nachgelagerte Funktionsprüfung/Abnahme gemäß Betreiberprozess erforderlich.
900.003 – Remote-Monitoring Und Alarmmanagement Sanitärtechnik/Entwässerung
Beschreibung: Kontinuierliche Fernüberwachung definierter Betriebsparameter der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Pegel/Niveau, Pumpenlaufzeiten, Schaltspiele, Stör- und Alarmmeldungen der Hebeanlage, Status Rückstauschutz, Alarm-/Füllstandsmeldungen Abscheider-Überwachung, Überflutungs-/Leckagesensorik) über eine GLT-/Remote-Monitoring-Plattform. Einrichten der Datenpunkte, Überwachung im vereinbarten Zeitraum, Bewertung eingehender Alarme und Information des Betreibers mit Handlungsempfehlungen (z. B. bei wiederkehrenden Hochwasseralarmen, häufigen Pumpenstarts, Sensorfehlern, Ausfall Alarmierung).
Einheit: Monats- oder Jahrespauschale (je Standort, nach Vereinbarung)
Menge: n. B.
Hinweise: Voraussetzung ist eine geeignete Fernanbindung (z. B. GLT-Schnittstelle, gesicherter VPN-Zugang) und Freigabe durch den Betreiber. Zuständigkeiten (Alarmempfänger, Reaktionszeiten, Eskalationswege) werden im Servicevertrag festgelegt. Remote-Monitoring ersetzt keine vorgeschriebenen Wartungs-/Prüfhandlungen; es ergänzt das Fristen- und Störmanagement. Die Daten können für Gefährdungsbeurteilung, Wartungsplanung, Ersatzteil-/Obsoleszenzmanagement und Nachweisführung genutzt werden.
900.004 – Auswertung Und Reporting Betriebsdaten Sanitärtechnik/Entwässerung
Beschreibung: Regelmäßige Auswertung von Betriebs- und Monitoringdaten der Sanitärtechnik/Entwässerung (z. B. Pumpenlaufzeiten und Starts, Alarm-/Störungsstatistiken, Ereigniszeiten Rückstau/Überflutung, Sensorikfehler, Abscheider-Alarmhistorie) und Erstellung eines kompakten Berichts mit Bewertung und Empfehlungen. Ziel ist die Optimierung von Betrieb und Verfügbarkeit sowie die Reduzierung von Störungen und Folgeschäden (z. B. Erkennen ungünstiger Schaltspiele, wiederkehrender Hochwasseralarme, Hinweis auf Verstopfungs-/Zulaufprobleme, Alarmketten-/Eskalationslücken).
Einheit: Pauschale (je Auswertung/Report, z. B. monatlich/vierteljährlich)
Menge: n. B.
Hinweise: Umfang und Tiefe der Auswertung (Standardbericht vs. Detailanalyse) werden vertraglich definiert. Ergebnisse fließen in Gefährdungsbeurteilung, Wartungs- und Investitionsplanung ein und unterstützen den Betreiber beim Nachweis eines regelwerkskonformen und optimierten Betriebs.
900.001 – Ferndiagnose/Telefonsupport (Helpdesk)
Beschreibung: Kurzfristige Remote-Unterstützung bei Störungen an der Sanitärtechnik/Entwässerung (Fehlercodes auslesen, Alarmstatus prüfen, sichere Rücksetzungen, Umschalten auf Reservebetrieb, einfache Anweisungen zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit) mit Ticket-/Protokolldokumentation im Helpdesk-System.
Einheit: Stunde
Menge: n. B.
Bezug Betreiberpflicht(en): Schnelle Gefahrenabwehr und Sicherstellung eines sicheren Betriebszustands gemäß Gefährdungsbeurteilung, BetrSichV/TRBS und DGUV Vorschrift 1; dokumentierte Vorgänge dienen als Nachweis im Anlagenbuch bzw. in der Anlagenakte.
10. Abrechnungs- und Leistungsgrenzen (für alle Positionen – Standardklauseln)
Enthaltene Nachweise: Prüf-/Wartungsprotokoll der Sanitärtechnik/Entwässerung, Eintrag/Update des Prüfbuchs bzw. Anlagenbuchs je Position mit Prüf- oder Wartungscharakter (inkl. Datum, Umfang, Ergebnis, Maßnahmen), Aktualisierung der Prüffristenmatrix/Monitoringliste gemäß TRBS 1201 und Gefährdungsbeurteilung, ggf. Funktions- und Betriebsdatenprotokoll (z. B. Pumpenlaufzeiten/Starts, Alarm- und Störmeldungen, Pegel-/Niveaustatus, Rückstauschutz-Status), Kennzeichnung/Plakette bzw. Statuskennzeichnung an der Anlage.
Qualifikation Prüfpersonal: Zur Prüfung befähigte Person gemäß TRBS 1203 mit nachgewiesener Fachkunde in Sanitärtechnik/Gebäudeentwässerung (DIN EN 12056, DIN 1986-100), Rückstauschutz (DIN EN 13564) und Hebeanlagen (DIN EN 12050) – abhängig von Prüfart (technisch/organisatorisch) und Gefährdungsbeurteilung; für elektrische Prüfanteile Elektrofachkraft gemäß DGUV Vorschrift 3 und DIN VDE 0105-100; bei Sachverständigenbedarf (z. B. wiederkehrende Schadensereignisse/behördliche Auflagen) unabhängiger Sachverständiger.
Mitwirkung Auftraggeber: Sicherstellung des Zugangs zu allen relevanten Bereichen und Technikräumen/Schächten, ggf. Absperrung/Bereitstellung von Arbeitsbereichen, Verfügbarkeit der notwendigen Medien (Energieversorgung, ggf. Wasser für Funktionsprüfungen/Spülungen), Bereitstellung von Herstellerunterlagen und Bestandsplänen/Strangschemata, Zugang zu GLT-/Monitoringdaten, Bereitstellung von ggf. benötigtem Bedien- und Instandhaltungspersonal zur Unterstützung (Schalten, Begleiten, Freigabe von Maßnahmen, Alarmquittierung). Erforderliche Sicherheitsmaßnahmen für Arbeiten in Schächten/Pumpensümpfen (z. B. Zugangssicherung, Belüftung, ggf. Freimessung) sind nach objektspezifischer Gefährdungsbeurteilung zu organisieren.
Nicht enthalten (sofern nicht ausdrücklich beauftragt): Ersatzteile und Verbrauchsstoffe (z. B. Dichtungen, Rückschlag-/Dichtsätze, Schwimmer/Niveausensoren, Alarmmodule, Filter-/Medienteile von Überwachungseinrichtungen), Entleerung/Entsorgung und Entsorgungsgebühren (z. B. Fett-/Ölabscheider, kontaminierte Flüssigkeiten), Spezialreinigung/Desinfektionsreinigung nach Rückstau-/Überflutungsereignissen, Kamerabefahrung/Dichtheitsprüfungen und umfangreiche Gutachten, statische/hydraulische Neuberechnungen, Gerüst-/Arbeitsbühnen-/Hebetechnikmieten, bauliche Sanierungsmaßnahmen (z. B. Leitungsersatz, Schacht-/Bauwerksinstandsetzung), IT-/Netzwerkanpassungen für GLT/Remote-Zugriffe.
